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Dieter Hager im Kreis seiner Familie (v.li.): die Kinder Julia und Tassilo, Ehefrau Brigitte Hager und Tochter Stefanie. Der Jubilar sagte, dieses Miteinander genieße er ganz besonders.

Altbürgermeister Dieter Hager feiert 75. Geburtstag

Jubilar gibt Tipps zum Jungbleiben

Krailling - Mit einem Empfang im Rathaus hat die Gemeinde Krailling den 75. Geburtstag ihres Altbürgermeisters Dieter Hager gefeiert. Die vielen Gäste bezeugten die anhaltende Beliebtheit des Jubilars.

„Man glaubt’s ja nicht“, begrüßte Kraillings Bürgermeisterin Christine Borst ihren Amtsvorgänger Dieter Hager am Mittwochabend an dessen ehemaliger Wirkungsstätte. Zur Feier seines 75. Geburtstages am 26. August hatte die Gemeinde zu einem Stehempfang ins Rathaus geladen. Und angesichts des äußerst dynamischen „Best Agers“ war der Anlass der kleinen Feier tatsächlich kaum zu glauben. Zu Hagers großer Freude waren neben Familie und Freunden auch zahlreiche Wegbegleiter aus Politik und Wirtschaft der Einladung der Gemeinde gefolgt – unter ihnen die aktuellen Bürgermeister aller Würmtalgemeinden, teilweise deren Amtsvorgänger, Starnbergs Landrat Karl Roth sowie sein Vorgänger Heinrich Frey, Bergs Bürgermeister Rupert Monn und Pöckings Bürgermeister Rainer Schnitzler.

In ihrer Laudatio bedauerte Christine Borst, dass die Gemeinde Hager zu seinem 75. keine Ehrung zuteil kommen lassen könne. Die Ehrenbürgerwürde erhielt der Jubilar bereits zu seinem 70. Geburtstag. „Mehr gibt es nicht in Krailling“, so Borst. Auf der Suche nach einer Alternative kam ihr die Idee, ihrem Amtsvorgänger „ein Urlaubsmitbringsel“ zum Geburtstag zu schenken. Auf einer Spanienreise hatte sie Ricardo Volkert entdeckt. Der in Herrsching lebende Künstler interpretiert mit Gitarre und Gesang traditionellen Flamenco, andalusische Volkslieder und vertont spanischsprachige Dichter. Ein Präsent, das Hager sichtlich gefiel und gleichzeitig den perfekten musikalischen Rahmen für den Abend bildete.

Für die Bürgermeisterin Anlass genug, darauf hinzuweisen, dass nur Krailling es fertigbringe, an einem Abend gleich drei Veranstaltungen unterzubringen: eine Geburtstagsfeier, ein kleines Konzert und auch eine Vernissage. Noch vor der Laudatio auf Hager hatte Borst am Mittwochabend die Ausstellung von Peter Timpls Aquarellen, Ölbildern und Zeichnungen eröffnet.

Das letzte Wort hatte an diesem Abend aber der 75-jährige Altbürgermeister. „Ich habe gar nicht mehr gewusst, was ich alles angestellt hab“, zeigte auch er sich von seiner Vita, die die Bürgermeisterin noch einmal hatte Revue passieren lassen, beeindruckt. Dennoch, tauschen wolle er nicht mehr mit seinem früheren Leben. Er genieße das Miteinander mit seiner Frau Brigitte, den sechs Kindern und neun Enkeln. „Die Familie wächst und wächst.“ Den noch aktiven Politikern im Saal riet er: „Das Amt kann einen auffressen. Lasst euch nicht verheizen.“ Schließlich verriet er doch noch sein Rezept für seine augenscheinliche Fitness: Er habe weder Lust, noch Zeit, sich hängen zu lassen, sei eigentlich ständig auf Achse, verreise, spiele Golf, habe Ziele. Und tatsächlich: Am Montag geht es schon wieder gen Süden, in die Steiermark, nach Graz.

Margot Deny

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