Tod im Caritas-Altenheim Maria Eich

Ermittlungsergebnisse in vier Wochen

Die Ermittlungen ziehen sich. Der Tod einer Bewohnerin des Caritas-Altenheims Maria Eich in Krailling im Februar ist nach wie vor ungeklärt.

Krailling – Es ist eine Hängepartie. Für die Angehörigen. Und für die Mitarbeiter des Caritas-Altenheims Maria Eich in Krailling. Wie berichtet, war eine Bewohnerin am 5. Februar dieses Jahres im Klinikum Starnberg gestorben, nachdem sie im Altenheim eine Überdosis Medikamente bekommen hatte. Und noch immer ist die Todesursache unklar. Ob die Überdosis, die sie im Kraillinger Altenheim erhalten hatte, zu ihrem Tod führte, ist damit nach wie vor offen.

Oberstaatsanwalt Ken Heidenreich, Sprecher der Staatsanwaltschaft München II, erklärte auf Anfrage: „Es dauert noch vier Wochen.“ Die Ergebnisse toxikologischer Untersuchungen stünden noch aus. Für Angehörige und Mitarbeiter ist also endlich ein Ende des Wartens in Sicht. „Es ist immer schwierig, wenn man so was nicht abschließen kann“, sagt die Sprecherin der Caritas, Adelheid Utters-Adam.

Die Münchner Kriminalpolizei hatte nach dem Tod der Germeringerin, Jahrgang 1942, Vernehmungen im Altenheim durchgeführt. Die Staatsanwaltschaft München II übernahm den Fall. Deren Sprecher Ken Heidenreich stellte trotz des durch die Caritas eingestandenen Fehlers des Pflegepersonals schon damals klar: „Wir ermitteln nicht gegen irgendjemand. Jetzt wird erst mal aufgeklärt, woran die Dame konkret gestorben ist.“

„Für das Team war das ein Riesenschock und eine große Belastung“, sagt Caritas-Sprecherin Utters-Adam. Seit Februar würde das entsprechende Personal daher professionell begleitet. „Die Mitarbeiter hatten alle Supervision und haben die auch in Anspruch genommen“, erklärt sie. Auch jetzt finde die Beratung noch einmal im Monat statt. Dass die Ermittlungen so lange dauern könnten, ahnten die Mitarbeiter der Caritas schon. Die Staatsanwaltschaft habe Anfang März gesagt, das werde mindestens ein Jahr dauern, sagt Utters-Adam. Auch die Polizei habe damals gemeint, die Ermittlungen könnten eine Weile dauern.

Gleich nach dem Vorfall hatte die Caritas das System zur Medikamentenvergabe umgestellt und eine doppelte Kontrolle eingeführt. Eine fehlerhafte Medikamentenvergabe sei seitdem nicht mehr so leicht möglich, wie vor dem Tod der Germeringerin. „Die Mitarbeiter haben ein Stück weit die Sicherheit, dass es nicht mehr passieren kann“, sagt Utters-Adam. Die Caritas steht hinter ihren Mitarbeitern: „Wir haben ihnen von Anfang an Unterstützung und Supervision angeboten."

Victoria Strachwitz

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