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Zusammen stark wie ein Krokodil: Die Hortkinder und ihre Leiterinnen präsentierten sich zur Jubiläumsfeier auf der Bühne der Kraillinger Schulturnhalle.

50 Jahre Kinderhort Krailling

Zum Jubiläum auf 100 Plätze aufgestockt

Im Jahr 1966 konnten nicht viele Gemeinden einen Hort anbieten. Anders Krailling: Dort gibt es einen Hort seit 50 Jahren. Und die Plätze sind gefragter denn je, weshalb man jetzt erweitern muss. Jetzt wurde das Jubiläum gefeiert.

„Lebe gut, lache gut, mache deine Sachen gut“, so lautet das Motto des BRK-Kinderhortes Krailling. Für die Gemeinde könnte Ähnliches gelten: Sie hat ihre Sache gut gemacht. Als es 1964 darum ging, einen Kindergarten zu bauen, entschied sie, auch gleich eine Hortgruppe einzurichten. Seit mittlerweile 50 Jahren gibt es in Krailling einen Kinderhort. Er sei damit einer der ältesten in Bayern, betonte Jan Lang, Kreisgeschäftsführer des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) Starnberg, bei der Jubiläumsfeier am Freitag. „Die Gemeinde hatte damals Visionen und hat sie auch heute“, so Lang, der mit Andrea Griese-Pelikan, BRK-Bereichsleiterin Kinder, Jugend und Familie, in die Grundschule gekommen war, um gemeinsam mit Erziehern, Eltern, Kindern und Hortleiterin Inge Kaniuth zu feiern.

Bürgermeisterin Christine Borst zeigte sich stolz, dass „bereits die Vorväter erkannt haben, dass Familien selbst entscheiden sollten, wie sie leben wollen“. Die Gemeinde sei schon damals auf deren Bedürfnisse eingegangen und habe den Hort bis 17 Uhr geöffnet. „Was die Kinderbetreuung betrifft, waren wir immer federführend“, lobt auch Gemeinderätin Eleonore Zwißler ihre Gemeinde und den Träger BRK. Krailling habe immer mehr Plätze im Angebot gehabt als Gräfelfing und Planegg.

Heute wird im Kraillinger Kinderhort mit seinen vier Gruppen auch die einzige Ganztagesklasse in Krailling betreut, in der Mädchen und Buben bis 17.30 Uhr aktiv gefördert werden. Die Nachfrage nach Betreuung für Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren ist groß und steigt. Diese Woche erst beschloss der Gemeinderat, die Hortplätze von 80 auf 100 aufzustocken (siehe Kasten).

15 Plätze wie anno 1966 noch unter Trägerschaft der Caritas im Kindergarten am Stieglitzweg wären heute längst nicht mehr ausreichend. Lange Zeit war dies anders. Bis auf einen Ausrutscher: 1972 habe es statt 15 auf einmal 40 Anmeldungen gegeben, erinnert sich Zwißler. „Da haben wir dann völlig unbürokratisch einen Raum in der Schule für eine zweite Hortgruppe genutzt.“ Zwei Jahre später habe wieder die eine Gruppe im Kindergarten gereicht. Dann kam das Jahr 1990. „Da wurde es richtig eng“, erinnert sich Zwißler. Damals habe es viele Überlegungen gegeben, selbst zu bauen. Ein neues Gebäude hinter dem Rathaus, auf dem Schulgelände oder eine Erweiterung des Caritas-Hauses seien alles Optionen gewesen. Aber: „Wie so oft, hatte die Gemeinde kein Geld.“

Ein weiteres Mal war die Schule die Rettung. Wieder gab es ein Provisorium – doch diesmal sollte es bleiben. Das Bayerische Rote Kreuz übernahm die Trägerschaft von der Caritas, ein Gang der Schule wurde zugemauert und ein neuer Eingang für den Kinderhort geschaffen. Schule und Hort mussten räumlich getrennt sein, so hatten es die Fachbehörden damals angeordnet. Zwißler: „Als Gemeinde haben wir immer geschaut, dass wir mit wenig Geld, gute Lösungen finden."

vs/de

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