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Zu Gast beim Jubiläum: Die neunjährige Lupi, Claudia Götz, Nadja Eising und Hannah (7) tragen sich ins Gästebuch ein.

50 Jahre Caritas-Kinderhaus Krailling

Heute ein Ort der frühkindlichen Bildung

Das Caritas-Kinderhaus in Krailling ist 50 geworden. Leiterin Renate Kleinmond erzählt, wie sie Wandel und Wachstum in dieser Zeit miterlebt hat.

Krailling – Krailling war Anfang der 1960er-Jahre eine kleine Gemeinde ohne eigenen Kindergarten. Aber die Eltern begannen verstärkt, nach einer Betreuung zu fragen, und auf Bitten des damaligen Bürgermeisters Johann Baptist Huber erklärte sich der Caritasverband der Erzdiözese München und Freising bereit, in Krailling einen Kindergarten zu errichten. Im Oktober 1966 war es endlich soweit, und der Caritas-Kindergarten, so damals noch der Name, wurde mit drei Kindergarten- und einer Hortgruppe in Betrieb genommen. Jetzt feierten das Team, der Träger und die Kinder mit ihren Familien ein großes Fest mit Gottesdienst zum 50-jährigen Bestehen des Hauses (siehe Bericht unten), das immer weiter wuchs.

Der Bau auf einem ehemaligen Grundstück der Familie von Hirsch kostete damals rund 750 000 Mark. Nicht von Anfang an, aber immerhin seit 37 Jahren arbeitet Renate Kleinmond im Stieglitzweg, erst als Erzieherin und seit 22 Jahren als Leiterin des Kinderhauses. Sie kann erzählen, was sich über die Jahrzehnte geändert hat: „Grundsätzlich die konzeptionelle Ausrichtung“, sagt die Leiterin. Früher gab es noch Hortgruppen. Erst eine, später auch zwei. Diese Trägerschaft übergab die Caritas jedoch zu Beginn der 1990er-Jahre an das Rote Kreuz.

Zu dieser Zeit entstand auch die erste Integrationsgruppe für Kinder mit „besonderen Bedürfnissen“. 2007 baute die Gemeinde dann einen Anbau an den Kindergarten, für eine Krippe mit zwei Gruppen. „Der Gemeinderat war seinerzeit der Meinung, dass für Krailling die Planung von zwei Gruppen völlig überdimensioniert sei“, erinnert sich Renate Kleinmond und schmunzelt über die damalige Einschätzung.

Krippenplätze sind über die Jahre immer begehrter geworden und Kleinmond kennt die Gründe: Stetig mehr Kinder in dieser Region. Und die berühmten drei Ks (Kinder, Küche, Kirche) würden für Mütter längst nicht mehr gelten. Sie arbeiten und benötigen eine kontinuierliche Obhut für ihre Kinder.

Aktuell befinden sich unter dem Dach des Kinderhauses drei Regel-, zwei Integrations- und zwei Krippengruppen.

Gute Betreuung bedeutet aber auch, einen guten Betreuungsschlüssel vorzuweisen. 1966, erinnert sich Kleinmond, kam auf zirka 30 Kinder eine Erzieherin. Gegenwärtig seien es drei Betreuerinnen auf 25 Kinder. Demnach eine Verbesserung. Wobei das pädagogische Leitbild sich seit Mitte der 1970er-Jahre nicht allzu groß verändert habe: „Damals wurde genau auf das Wert gelegt, was uns auch heute wichtig ist: Erziehen, Bilden und Betreuen.“

Die Ansprüche der Eltern seien im Laufe der Zeit andere geworden. War ein Kindergarten früher ein Ort, an dem der Nachwuchs Freundschaften geschlossen und gespielt habe, soll er nun immer mehr ein Ort der frühkindlichen Förderung sein. Was Renate Kleinmond nicht schlecht findet: „Im Gegenteil. Entwicklungsschwierigkeiten wie Legasthenie oder sprachliche Defizite können wir so viel schneller erkennen.“ Auch sei ihre Arbeit familienorientierter, ganzheitlicher geworden. „Das soziale Miteinander ist uns ein großes Anliegen.“

Nicht verändert seit den 1960er-Jahren haben sich allerdings die Lieblingsspiele der Mädchen und Buben: Mutter-Vater-Kind-Rollenspiele und die Bau- und Puppenecke rangieren nach wie vor ganz oben auf der Beliebtheitsskala.

Carolin Högel

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