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Das Kraillinger Rathaus ist eine der Gemeinde-Immobilien, bei denen die Experten Energie-Einsparpotenzial ausgemacht haben.

Untersuchung

Energie sparen in Rathaus und auf Friedhof

Trotz Sanierung  ist der Strom- und Wärmdebedarf des Kraillinger Rathauses bemerkenswert hoch. Auch der Friedhof braucht rätselhaft viel Energie.

Krailling - In Krailling will man noch mehr Energie sparen – das dürfte das mittelfristige Ziel des Energiecoachings sein, für welches die Würmtalgemeinde im März 2015 von der Regierung von Oberbayern die Zusage erhielt. Nun stellte Martina Hackl für das durchführende Energie-Büro Steinbacher Consult in der jüngsten Bauausschuss-Sitzung ihren Bericht vor – mit erstaunlichen Ergebnissen.

Zwar stand in Krailling im Zuge einiger Maßnahmen wie der Sanierung des Rathauses, des Neubaus der Bücherei sowie des Umbaus des Caritas-Kindergartens in den vergangenen Jahren bereits das Thema „Energiesparen“ auf der Agenda, dennoch sah man immer noch Einsparpotential. Eine Annahme, die sich als richtig erweisen sollte, wie die Untersuchungen durch Steinbacher Consult zeigten. So ergab eine Analyse der kommunalen Liegenschaften, dass neben dem Bauhof, vor allem das Rathaus, die Grundschule sowie das Caritas Kinderhaus in den Jahren 2012 bis 2014 den höchsten Wärmebedarf hatten. Besonders auffallend: Die Aussegnungshalle am Alten Friedhof, die im Jahr 2014 mit einem Wärmeverbrauch von 14 621 kWh/a mehr als doppelt soviel Energie schluckte wie die hochfrequentierte Bücherei mit 7135 kWh/a. „Das ist mir ein Rätsel“, sagte Martin Hoffmann (SPD). Auch die anderen Räte, ebenso wie Bauamtsleiter Helmut Mayer und Energie-Coach Martina Hackl konnten hierfür keine Antwort finden. „An dieser Stelle müssen wir dringend mal nachforschen“, forderte Grünen-Gemeinderat Werner Engl. Im Zuge des Energiecoachings untersuchte Steinbacher Consult neben dem Wärmeverbrauch auch den Stromverbrauch der kommunalen Liegenschaften. Naturgemäß macht die Straßenbeleuchtung den Löwenanteil aus. Dahinter folgen Grundschule (2014: 66 600 kWh/a), Bauhof (2014: 32 245 kWh/a), Rathaus (2014: 26 325 kWh/a) und Caritas Kinderhaus (2014: 23 444 kWh/a). Vor allem im Rathaus machte Martina Hackl „erhebliches Einsparpotential“ aus. Trotz der Sanierung des Gebäudes im Jahr 2012 zeichnete sich kein Rückgang des Stromverbrauchs ab. Im Gegenteil, der Verbrauch stieg sogar wieder an. Eine Ursache machte Hackl an den Schaltkreisen der Beleuchtung aus. „Das müssen wir überprüfen. Wenn man im 1. Stock einmal anschaltet, geht das Licht den ganzen Flur ringsherum an“, berichtete sie. Sie riet zu Präsenzschaltern und einer Umstellung auf LED-Beleuchtung. Beim Thema Wärmeenergie sah sie im Rathaus ebenfalls Handlungsbedarf. „Als wir da waren, waren viele Thermostate auf fünf gestellt“, berichtete sie. Das sei ein Thema der „Nutzerschulung“. Man müsse die Mitarbeiter zur sinnvollen Nutzung von Licht und Heizung aufklären. „Wie beleuchte ich richtig, wie lüfte und heize ich sinnvoll?“, empfahl Martina Hackl dem Ausschuss. Die Räte folgten den Ausführungen mit Interesse und stimmten dem Verwaltungsvorschlag zu, die Anregungen durch das Gremium des Energieteams prüfen zu lassen. Energie sparen lernen wird also auch in naher Zukunft ein Thema in Krailling sein

 

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