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Mehr als 200 Trauergäste nahmen am Freitag in der Planegger Waldkirche Abschied von Peter Weigert.

Abschied von 2. Bürgermeister und Ex-TV-Präsident Peter Weigert

„Er war für Krailling ein Glücksfall“

In einer bewegenden Trauerfeier hat das Würmtal am Freitag Abschied von Peter Weigert genommen. Vertreter aus Politik und Sport würdigten den 2. Bürgermeister Kraillings und ehemaligen TV-Präsidenten als große Persönlichkeit im sozialen, sportlichen und privaten Bereich.

Von Andreas Deny

Planegg/Krailling – Politiker, Vereinsvertreter, Angehörige, Freunde und Wegbegleiter kamen am Freitagvormittag in die Planegger Waldkirche, um der Trauer über den Tod Peter Weigerts „Raum und Zeit zu geben“, wie es Pfarrer Bernhard Liess formulierte. Unter den mehr als 200 Trauergästen waren alle Würmtal-Bürgermeister, deren Stellvertreter sowie der ehemalige bayerische Finanzminister und heutige Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands, Georg Fahrenschon, der dem TV Planegg-Krailling verbunden ist. Peter Weigert, 2. Bürgermeister Kraillings und langjähriger Präsident des Sportvereins, war am 16. Juni nach schwerer Krankheit im Alter von 77 Jahren verstorben.

Für Kraillings Bürgermeisterin Christine Borst war Weigert ein politischer Ziehvater. Sie erinnerte sich in ihrer Trauerrede daran, wie er, auf einem Klappstuhl sitzend, sie 2001 in ihrem damaligen Kulturbüro überzeugte, in die Kommunalpolitik zu gehen. Später habe sie sich keinen besseren Stellvertreter vorstellen können. „Die Zusammenarbeit klappte wunderbar, er hielt mir den Rücken frei.“ Weigert saß 14 Jahre lang für die CSU im Gemeinderat, war Fraktionssprecher und ab 2008 Zweiter Bürgermeister. Und dabei stets die Zuverlässigkeit in Person, wie Borst betonte. Er habe in all den Jahren keine Sitzung verpasst – außer am 31. Mai dieses Jahres, als er seiner schweren Krankheit Tribut zollen musste. Der gebürtige Berliner habe eine „preußische Disziplin“ besessen, konstatierte Pfarrer Liess. Selbst im Angesicht des Todes habe der Verstorbene stets Haltung bewahrt.

Weigert habe den CSU-Ortsverband maßgeblich geprägt, erklärte dessen Vorsitzende Sylvia Dankesreiter-Unterhinninghofen. Und das nicht nur im Hinblick auf seine politische Arbeit, sondern vor allem auch durch seine menschliche Wärme. „Er war für Krailling ein Glücksfall.“

Als „großen Wegbereiter des TV Planegg-Krailling“ bezeichnete Präsident Achim Loecher seinen Vorgänger. In die Amtszeit Weigerts fiel der Bau der neuen Sporthalle, die zum 100-jährigen Bestehen des Turnvereins eingeweiht wurde. Der Verstorbene habe sich 30 Jahre lang als Schriftführer, Vizepräsident und Präsident selbstlos für den Verein eingesetzt, sagte Loecher. „Er war bei allen ein hoch geschätzter Präsident.“ Walter Moser, Starnberger Kreisvorsitzender des Bayerischen Landes-Sportverbands (BLSV), hob Weigerts Zielstrebigkeit und Sachverstand hervor. Er habe stets Wert auf dessen Meinung gelegt. Weigert sei „ein Vorbild für die ganze Sportlerfamilie“ gewesen. Für seine Leistungen habe man ihn mit der Verdienstnadel in Gold mit Urkunde ausgezeichnet. Die Auszeichnung werde man der Familie bei passender Gelegenheit nachträglich aushändigen.

Im Anschluss an die Trauerfeier wurde Peter Weigert auf dem Kraillinger Friedhof an der Friedenstraße in einem Urnengrab beigesetzt.

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