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Gefährlich nahe kommen sich Autos und Radfahrer, hier ADFC-Leiterin Frauke Buchholz, auf der M 4. Bis der geplante Radweg kommt, wird es aber noch eine Weile dauern.

Nach erneutem Unfall

Radler wollen aus der Gefahrenzone

Wann bekommt die Kreisstraße M4 endlich einen Radweg? Diese Frage stellt sich nach einem erneuten schweren Unfall mit einer Radlerin verstärkt.

Kopf- und Gesichtsverletzungen sowie Prellungen und Hautabschürfungen. Das sind die Folgen eines Unfalls, der sich vergangene Woche in dieser Art zum wiederholten Mal auf der Kreisstraße M 4 ereignete (wir berichteten). Ein Autofahrer hatte beim Überholen einer Radlerin den Abstand zu dieser falsch eingeschätzt und die 52-jährige Gautingerin touchiert und dadurch zu Boden geschleudert.

Bereits vor zwei Jahren pochte die Gautinger ADFC-Ortsgruppe vehement darauf, einen Radweg an der Kreisstraße zu bauen. Sowohl die Gemeinden Gauting und Neuried, die die M 4 verbindet, als auch die Landratsämter München sowie Starnberg, die beide für einen Teil der Straße zuständig sind, waren sich damals der Notwendigkeit eines Radwegs bewusst. Zwar gebe es parallel laufende Wege im Wald. „Aber wir brauchen nicht nur schöne Strecken, sondern auch schnelle für die Pendler nach München“, sagt Sebastian Fuchsberger, Sprecher des ADFC Gauting. Dennoch kam das Projekt zwischenzeitlich zum Stillstand; die Heiliggeistspital-Stiftung, Grundstückseigner des umliegenden Waldes, befand sich in interner Beratung über die Bereitschaft, die nötigen Flächen zur Verfügung zu stellen. „Das ist eine Sache, die offenbar unendlich lange dauert“, so Fuchsberger. Mehrfach hat seine Ortsgruppe in den vergangenen Jahren Aktionen durchgeführt, um den Radweg voranzutreiben. Unter anderem wurde die M 4 in die Eröffnungstour des Stadtradelns aufgenommen. Aus dem aktuellen Anlass will der ADFC nun seine Bemühungen intensivieren.

Dem Landratsamt München sind derzeit noch die Hände gebunden. Doch es gibt Licht am Ende des Tunnels. „Noch in diesem Herbst soll es einen Gesprächstermin zwischen Stiftung, Landratsamt, Kommunalreferat und Forstverwaltung geben“, berichtet Frank Boos, Sprecher des Sozialreferats. Das wird auch Neurieds Bauamtsleiterin Dagmar Hasler gerne hören. „Das Projekt liegt der Gemeinde sehr am Herzen.“ 

Michael Grözinger

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