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In diesem Einfamilienhaus in Neuried haben Prostituierte ihre Liebesdienste angeboten. 

Sex-Skandal in Wohngebiet

Nachbarn konnten zuschauen: Illegale Liebesdienste in Neuried

Neuried -  In dem kleinen Ort Neuried haben Polen aus einem Einfamilienhaus ein Bordell gemacht. Der illegale Puff war so offensichtlich, dass die Nachbarn sogar bei den Liebesdiensten zuschauen konnten. 

Seit dem Frühjahr 2016 gingen bei der Polizei Beschwerden von Anwohnern ein, die darauf schließen ließen, dass in dem Wohngebiet in der beschaulichen Gemeinde Neuried (Landkreis Würmtal) ein illegales Bordell betrieben wird. Den Nachbarn waren nämlich laut Polizei rege Besuche von wechselnden Männern aufgefallen. Die Freier gaben sich sprichwörtlich die Klinke in die Hand. 

Eine Polin (34) und ihr Lebensgefährte (34) hatten das Objekt mit den sechs Zimmern am Heimgartenweg offiziell angemietet, um polnische Mitarbeiter ihres Bauunternehmens dort zu beherbergen. Tatsächlich hatten sie die Räumlichkeiten aber so eingerichtet, dass polnische Frauen dort als Prostituierte arbeiten konnten - illegal wohlgemerkt. Werbung für ihr Etablissement schalteten sie im Internet. 

Das Ganze war so offensichtlich, dass Nachbarn aus den angrenzenden Häusern bei den Liebesdiensten zuschauen konnten. Verlangt wurden die üblichen Münchner Preise: halbe Stunde 50 Euro, eine Stunde 120 bis 130 Euro. Die Liebesdamen wechselten. 

Am Dienstag machte die Polizei dem illegalen Treiben schließlich ein Ende, 50 Beamte durchsuchten gegen 16 Uhr das Haus, und der Verdacht der illegalen Prostitution wurde endgültig bestätigt. Auch die Wohnungen der Beschuldigten wurden unter die Lupe genommen. Gegen die 34-jährige Polin liegen laut Polizei ausreichende Verdachtsmomente hinsichtlich Zuhälterei vor. Sie wurde festgenommen.

Das Bargeld, das durch die verbotenen Liebesdienste erwirtschaftet wurde, wurde beschlagnahmt, die angetroffenen Damen im Alter von 40, 54 und 55 Jahren (alle aus Polen) wurden ebenfalls vorläufig festgenommen. Der Ermittlungsrichter erließ Haftbefehl, die Ermittlungen dauern noch an.

Für die Polizei ist der Fall sehr außergewöhnlich. Privaträume würden ja immer wieder angemietet, um illegal Liebesdienste anzubieten. Aber ein ganzes Haus? Das sei schon besonders dreist.

kg 

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