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Planegg will über Häuser für Flüchtlinge informieren

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Der geplante Bau von zwei Asylbewerberheimen sorgt in Planegg für Unruhe. Die Gemeinde startet deshalb eine Informationskampagne.

Das Landratsamt München wird im Lauf des Jahres in Planegg und in Martinsried zwei Asylbewerberunterkünfte für je 50 Personen errichten. Die Häuser sollen an der Fürstenrieder Straße auf dem südlichen Teil des Parkplatzes und am Rande des Parc de Meylan, Ecke Einsteinstraße/Bunsenstraße, errichtet werden (wir berichteten). Das Rathaus will sich darum bemühen, dass in beiden Unterkünften vor allem Familien unterkommen. Rund 80 Prozent der Asylbewerber im Landkreis München sind aus den Kriegsgebieten des Nahen Ostens geflohen. Es steht noch nicht fest, wann die Häuser errichtet werden. Die Gemeinde legt Wert auf eine hochwertige Bauweise und will keinesfalls Container aufstellen. Unklar ist aber, wer die Kosten für die Mehrinvestition trägt. „Bevor diese finanzielle Frage nicht geklärt ist, sieht sich das Landratsamt nicht in der Lage, einen Zeitpunkt für den Beginn der Bauarbeiten zu nennen“, sagt Bürgermeister Heinrich Hofmann. Zuletzt wurde aus der Bürgerschaft Kritik laut wegen des Standorts im Parc de Meylan. Dieser werde zugebaut, hieß es. Das Rathaus weist nun darauf hin, dass das neue Heim lediglich 10 bis 15 Prozent des gesamten Parks beanspruchen wird. Für den Bolzplatz, der wegfällt, werde eine Ersatzfläche gesucht. Die beiden Standorte am Friedhof und im Parc de Meylan sind aus Sicht des Rathauses gut geeignet. „Tatsache ist, dass die Gemeinde nur über sehr wenige eigene Grundstücke verfügt, auf denen die Errichtung einer Unterkunft möglich ist“, sagt Hofmann. Es sei wichtig, die Asylbewerber innerhalb des Ortes unterzubringen. Hofmann: „Über die Frage nach der optimalen Lage für ein Asylbewerberheim gehen die Meinungen naturgemäß weit auseinander.“ Der Bürgermeister steht nach wie vor zur Entscheidung, die von einem Privatmann angedachte Unterbringung von 160 Flüchtlingen in einer Immobilie in der Fraunhoferstraße verhindert zu haben. Eine vernünftige Betreuung und Integration wäre angesichts dieser Vielzahl an Menschen schwierig geworden. Diese Ansicht teilten Polizei, Landratsamt und Helferkreis Asyl. Um keine weitere Unruhe aufkeimen zu lassen, plant die Gemeinde eine Informationskampagne im Info. Zusätzlich lädt Hofmann am Mittwoch, 20. Mai, 19 Uhr, zu einer Informationsveranstaltung in die Grundschule Martinsried ein.

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