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Anerkennung ihrer Mühe erhielten (v. r.) Michael Wagner (Landratsamt München), Christian Rentsch (Kloster Maria Eich), Nikolaus Meindl (Erzdiözese München) und Wilhelm Seerieder (Bayerische Staatsforsten) von Umweltministerin Ulrike Scharf.

Bayerischer Biodiversitätspreis

Auszeichnung für Klosterwald-Allianz

Waldbesitzer und Behörden wollen die Eichen um das Kloster Maria Eich retten. Für ihr Bemühen erhalten sie den Bayerischen Biodiversitätspreis.

Planegg – Methusalembäume und Urwaldkäfer soll es in Maria Eich auch in Jahrhunderten noch geben. Für ihr Engagement bekam die „Allianz zum Schutz des Klosterwaldes“ deshalb jetzt einen Preis. Er soll Ansporn sein, denn die Allianz hat sich viel vorgenommen.

Alte Eichen und Urwaldkäfer lassen sich nicht ohne Mühe in die Zukunft retten. Das Projekt in Planegg erfordert Ausdauer. Und es will gut geplant sein. Jetzt wurde der Einsatz der an dem Projekt Beteiligten groß gewürdigt. Bayerns Umweltministerin und Vorsitzende des Bayerischen Naturschutzfonds Ulrike Scharf verlieh der „Allianz zum Schutz des Klosterwaldes“ jetzt den Bayerischen Biodiversitätspreis. Alle zwei Jahre wird die Auszeichnung verliehen. Heuer lautet das Motto „Lebensraum Baum“. „Und das passt wie die Faust aufs Auge“, sagt Michael Wagner von der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt München.

Schließlich bemüht die Allianz sich um die alten Bäume rund um das Kloster Maria Eich, um sie als Lebensraum zu erhalten. Gemeinsam mit dem Kloster Maria Eich, der Erzdiözese München-Freising, der Gemeinde Planegg und den Bayerischen Staatsforsten hatte er deshalb eine Bewerbung für den Preis eingereicht. „Wir stehen erst am Anfang des Projekts“, sagt er. Deshalb wäre es ihm lieber gewesen, die Auszeichnung wäre nächstes Jahr verliehen worden. Dann könne die Allianz bereits mehr vorweisen. Bislang seien schließlich vor allem Untersuchungen und Vorbereitungen gelaufen.

Erst im Sommer sollen die belaubten Eichen genau angeschaut werden, um zu entscheiden, welche Bäume im Herbst freigestellt würden. „So schonend wie möglich“, sagt Wagner. Ein Kahlschlag sei nicht geplant, versichert er. Über den Ehrgeiz, mit dem Erhalt von Methusalembäumen, den Urwaldkäfern und seltenen Fledermausarten in Maria Eich dauerhaft einen Lebensraum zu bieten, sagt er: „Das ist ein Endlosspiel.“ Und meint deshalb: „Ich sehe den Preis als Ansporn, das Projekt richtig anzugehen und dauerhaft zu verfolgen.“

Insgesamt wurden am Freitag sechs Initiativen ausgezeichnet. Für alle zusammen gab es 15.000 Euro und eine Anerkennung ihrer Arbeit.

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