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Bis der Neubau steht und so aussieht wie auf dem Bild in den Händen von Projektleiter Christian Stegmayr, muss noch viel Kies bewegt werden. Nach dem symbolischen Spatenstich durch (v. li.) Projektentwickler Maximilian Wander, Bürgermeister Heinrich Hofmann und Matthias Reinhard von der Baufirma Goldbeck rücken jetzt die Bagger an.

Gewerbegebiet Steinkirchen

Letzter Spatenstich an der Semmelweisstraße

Biotech-Firmen drängen weiter nach Steinkirchen. Der Neubau, der 2017 die letzte Lücke an der Semmelweisstraße schließt, ist schon zum Spatenstich weitgehend vermietet.

In einem Jahr soll die Gebäudezeile an der Semmelweisstraße endlich ein geschlossenes Bild abgeben. „Dann wollen unsere Mieter einziehen“, sagte Maximilian Wander vom Planegger Projektentwickler Wander Immobilien am Mittwoch beim Spatenstich für den letzten der vier neuen Baukörper in Steinkirchen.

Architektonisch wird sich das Laborgebäude kaum von der Umgebung abheben. Die Gemeinde ließ kaum gestalterische Freiheit, als sie 2011 auf einem 60 Meter breiten Streifen des Trenngrüns zwischen Planegg und Gräfelfing das Gewerbegebiet erweiterte. Vier Stockwerke zur Straße, drei nach Gräfelfing hin, um der Ortskante die Wuchtigkeit zu nehmen, so die Vorgabe.

„Das ist inzwischen ein recht beeindruckender Anblick, wenn man von Gräfelfing kommt“, sagte Planeggs Bürgermeister Heinrich Hofmann beim Spatenstich. Unumstritten war die Erweiterung aber nicht. Das Grünzug-Netzwerk und die Gemeinde Gräfelfing hatten den Eingriff in das im Landesentwicklungsplan festgeschriebene Trenngrün beklagt.

Dominiert wird die Gewerbegebietserweiterung inzwischen von Biotechnologie-Firmen. Im ersten Bau am Kreisverkehr, auch ein Wander-Projekt, tüftelt der Chemiekonzern Clariant an biobasierten Kraftstoffen.

Nebenan kamen mehrere junge Biotech-Unternehmen unter, daruner die 2012 in Martinsried gegründete Firma Ethris, die an Medikamenten gegen Erbkrankheiten forscht. Sie mietet für eine Erweiterung gut ein Drittel der 4000 Quadratmeter in dem neuen Wander-Gebäude. Dort werden auch das Forschungslabor ABF aus München und die F-Select GmbH, ein Ableger der Ludwig-Maximilians-Universität, einziehen. Im letzten und größten Bau der Zeile wird der Planegger Wirkstoffentwickler Morphosys demnächt Nachmieter von Imtech.

Man sei froh, für ortsansässige Firmen wieder Lösungen gefunden zu haben, sagt Bärbel Zeller, Planeggs Referentin für Wirtschaftsförderung. Aber die Nachfrage nach Laborfläche sei weiterhin da.

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