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Die Hände auf dem neuen Stangerl: Die Maibaumfreunde Martinsried mit ihrer neuen Fichte aus der Nähe von Leutstetten, die bis zu ihrer Aufstellung am Sonntag gut bewacht sein wird. Unterbrunn ist schließlich nicht weit.

Neue Maibäume und Maifeiern im Würmtal

28 Meter Tradition für neuen Marktplatz

Würmtal - Drei Maibäume werden heuer im Würmtal neu aufgestellt. Dazu gibt es vielerorts Maifeiern. Am 1. Mai wird also einiges geboten. Im Vorfeld kommen die Burschen gar nicht zum Maibaum-Klauen.

Frohnloh und Martinsried sind fällig. Und auch im Forsthaus Kasten wird am 1. Mai ein neuer Maibaum aufgestellt. In Martinsried bekommt der Baum heuer sogar einen neuen Platz. Jetzt darf er ganz prominent, mitten auf dem neu gestalteten Kirchplatz, stehen und nicht mehr am Rand, wie noch sein Vorgänger.

Die Maibäume in Martinsried und Frohnloh vereint, dass sie 28 Meter lang sind. Die Martinsrieder Fichte kommt aus Leutstetten. Das Pendant aus Frohnloh musste weniger weit anreisen, denn es kommt direkt aus dem örtlichen Wald. Die „Maibaumfreunde Martinsried“ stellen ihr Stangerl ab 13 Uhr mit Hilfe eines Krans auf. Bürgermeister Heinrich Hofmann wird eine Ansprache halten, und die Mitglieder des Planegger Gebirgstrachten-Erhaltungsvereins D’Almarösler planen einen Auftritt.

Im Forsthaus Kasten wird der Baum aus dem umliegenden Forst Kasten gegen 11 Uhr von den Stockdorfer Maibaumfreunden ganz traditionell mit Schwalben und Muskelkraft aufgestellt. Dazu spielt die Neurieder Blasmusik. Gefeiert wird bis 18 Uhr.

Die Burschen der „Dorfgemeinschaft Frohnloh e.V.“ stellen ihren Baum ab 10.30 Uhr ebenfalls mit Muskelkraft und der Hilfe von Zangen auf. Da es für die vier Zangen rund 30 bis 35 starke Männer braucht, sind die Frohnloher bei nur 120 Einwohnern auf Helfer aus den Nachbardörfern angewiesen. „Jeder der mithilft, kriegt eine Mass Bier und Weißwürste“, sagt der Vorsitzende des Vereins, Wolfgang Wilfert. Ein Kran werde den Baum sichern. Denn: „Es kann immer eine Zange brechen“, erklärt Wilferts Vater Walter. Das Aufstellen dauere rund eine Stunde lang, anschließend würden die Schilder an den Baum geschraubt, erklärt Wilfert junior. Für das leibliche Wohl der schaulustigen Gäste sei gesorgt. Ein Hendlwagen sei bestellt.

Außerdem gebe es Würstl, Bier und Kaffee. Dazu Kuchen, den die Hausfrauen aus Frohnloh selbst backen. Wilfert hofft, dass neben Unter- und Geisenbrunner, auch die Pentenrieder Burschen beim Aufstellen helfen, obwohl die ihre eigene Maifeier haben. Ab 11 Uhr findet in Pentenried das Dorffest rund um den Maibaum statt. „Ich geh davon aus, dass da schon einige kommen“, sagt Wolfgang Wilfert dennoch hoffnungsvoll.

Eine weitere Maifeier veranstaltet der Gartenbau- und Landespflegeverein ab 10.30 Uhr in Krailling im Naturerlebnisgarten. In Gräfelfing beginnt das Maifest um 10 Uhr mit einem Weißwurstfrühstück. Ab 11 Uhr wird gegrillt. Außerdem gibt es Kuchen. Die Stockdorfer Blaskapelle spielt und „D’Würmstoaner“ tanzen. Bürgermeisterin Uta Wüst hängt Kranz und Fahne an den Maibaum - zusammen mit Feuerwehr-Kommandant Markus Fuchs.

Auch in Gauting wird mit Hilfe der Drehleiter der Feuerwehr ein neuer Kranz aufgehängt. Außerdem werden die Schilder neu vermessen, denn nächstes Jahr soll es nicht nur einen neuen Baum, sondern auch neue Schilder geben. Los geht’s um 11 Uhr. Es wird gegrillt, Bier und Kuchen soll es geben, dazu Musik und ab 14 Uhr hat der Gautinger Trachtenverein „D’Würmlust-Stamm“ seinen Auftritt.

Auf Maibaum-Klau seien die Frohnloher heuer nicht aus, behauptet Wolfgang Wilfert. „Dafür sind wir zu wenige“, sagt er. Und auch Josef Stöckl von den Martinsrieder Maibaumfreunden sagt: „Wir haben genug zu tun, mit dem Maibaum, da brauchen wir keinen Baum zu klauen.“ Die Martinsrieder waren 2006 Opfer der Pentenrieder Burschenschaft geworden. Diesmal sei der neue Baum aber bis zu seinem Aufstellen durch eine starke Wachmannschaft Tag und Nacht streng beschützt worden, so Stöckl. 1966 war den Martinsrieder schon einmal ein Maibaum geklaut worden, von den legendären Unterbrunner Burschen.

Die waren auch in diesem Jahr erfolgreich und feierten in der vergangenen Woche ihren 65. erfolgreichen Raubzug. Allerdings mussten sie dafür bis nach Trudering. In der Nachbarschaft war heuer – bisher – nichts zu holen.

Victoria Strachwitz

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