Verrückter Koch schlägt Piraten

Würmtal - 1000 Enten und 500 Besucher machten das Entenrennen auf der Würm zum Erfolg. Es gab viele strahlende Sieger – und keine Verlierer.

„Sie kommen, sie kommen!“ Aufgeregte Rufe kündigten sie an. Nur wenige Minuten, nachdem die tausend gelben Gummienten aus den Containern an der Brücke beim Planegger Biergarten Pe.Es. in die Würm gekippt worden waren, kamen sie in einem rasanten Wellenritt an der Gräfelfinger Friedenskirche an. Begleitet von lautem Jubel, Klatschen und Bravo-Rufen fischten die vier Helfer in langen Fischerhosen sie an der Brücke aus der kalten Strömung. Entlang des Ufers hatten sich Kinder und Eltern postiert, um ihre Enten in Empfang zu nehmen und den Zieleinlauf des beliebten Entenrennens des Vereins Miteinander e.V. zu feiern.

Miteinander, dies stand an diesem Samstag im Pfarrgarten und auf den Wiesen an und um die Gräfelfinger Friedenskirche ganz oben auf der Agenda. Mit Hilfe von vielen Helfern und Sponsoren hatte der Verein wieder ein tolles, stimmungsvolles Familienfest organisiert. Auf dem Grill brutzelten die Würstel, in der Kuchentheke lockte das Gebäck. Im Pfarrgarten durften Kinder sich fantasievoll schminken lassen und Spielgeräte entdecken. Die Eltern saßen gemütlich an den Biertischen im Schatten und genossen den Sommertag.

„Die Stimmung ist einfach toll“, freute sich auch Mitorganisatorin Anneliese Bradel, Planegger Gemeinderätin und Vorstandsmitglied des Vereins Miteinander. Etwa 1000 verkaufte Enten und 600 Besucher zählte Bradel zufrieden. Auch dass das Wetter so toll mitspielte, fand sie prima. „Der Wettergott muss ein Entenfreund sein“, sagte sie und blickte in den blau-weißen Himmel. Einige Tage zuvor stand das Entenrennen noch auf der Kippe, der Dauerregen der letzten Tage und der damit einhergehende hohe Wasserstand der Würm bereitete den Organisatoren Kopfzerbrechen. Doch zum Glück war dies am Samstag schnell vergessen; bis auf die starke Strömung, die den Enten vermutlich zu neuen Bestzeiten verhalf, lief alles nach Plan.

Nur wenige Minuten, nachdem die Enten aus der Würm gefischt worden waren, fand die Preisverleihung statt. Die Besitzer der zehn schnellsten Enten durften sich über Preise wie ein Fahrrad, einen Wellnessgutschein oder eine Familienkarte für die Therme Erding freuen. Die langsamste Ente wurde mit einer Tageskarte für das Westbad beehrt – „hier kann man das Schwimmen dann nochmal ein bissl üben“, erklärte Anneliese Bradel, die gemeinsam mit Planeggs Bürgermeister Heinrich Hofmann und seiner Gräfelfinger Amtskollegin Uta Wüst die Preise verlieh.

Mit fast noch größerer Spannung wurden die Gewinner des Design-Wettbewerbs erwartet. Eng drängten sich die großen und kleinen Enten-Designer um die Bühne, um erste Blicke auf die nominierten Enten zu erhaschen. So gab es einen mit wirren Haarzöpfen liebevoll gestalteten Piraten-Kapitän Jack Sparrow zu bestaunen (3. Platz) oder einen langbeinigen Storch (2. Platz). Über den ersten Platz der Erwachsenen-Wertung durfte sich die Gestalterin des „Crazy Würm Koch“, Dorothe von Hobe aus Gräfelfing, freuen. Sie hatte mit viel Mühe eine kleine Küche samt Spaghetti-Topf und Feuerstelle gebastelt, in der eine verrückte kleine Ente den Kochlöffel schwingt.

Bei der Kinderwertung zeichnete Planeggs 2. Bürgermeister Peter Heizer Fabienne (8) aus Martinsried mit dem 1. Preis aus. Sie hatte ihrer Minion-Begeisterung Ausdruck verliehen und einäugige Wesen aus den gelben Gummienten gebastelt. Stolz stieg sie nach der Preisverleihung von der Bühne und genoss den Applaus der Besucher. Nicht nur für sie war dies ein gelungener Nachmittag. Feiern, beisammen sein und gegeneinander antreten – miteinander macht es einfach mehr Spaß.

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