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„Die Lage ist ernst, aber nicht hoffnungslos“: Wilhelm Storz verzeichnet auf seinen Erdbeerfeldern, wie hier in Martinsried, starke Ernteeinbußen. Er zeigt die Blüte einer Pflanze, auf der sich ein schwarzer Punkt gebildet hat. Was fast wie ein Schönheitsfleck aussieht, ist allerdings kein gutes Zeichen. Denn hier handelt es sich um einen Frostschaden.

Erneteausfälle

Frostnächte: Weniger Erdbeeren im Würmtal

Die kalten Nächte der letzten Wochen haben den Erdbeer-Bauern zu schaffen gemacht. Sie fürchten Ernteausfälle - die aber einen Vorteil haben.

„Die Lage ist ernst, aber nicht hoffnungslos“, sagt Wilhelm Storz, Besitzer der Storz Erdbeerfelder unter anderem in Martinsried und Frohnloh. Zwischen 10 und 40 Prozent der Früchte seiner Felder seien durch den Frost kaputt, sagt Storz. Wie viel genau, werde sich erst noch bei genaueren Prüfungen zeigen. Andauernd habe er in den vergangenen Wochen den Wetterbericht verfolgt und anhand der vorausgesagten Temperaturen überlegt, ob man die Erdbeeren schützen müsse. Spätestens am Nachmittag müsse man reagieren und die Felder abdecken, sonst könne es zu spät sein, so Storz. Denn manchmal reichten schon wenige Stunden Frost, um die Pflanzen zu beschädigen.

Im Falle des Falles bedeckt Storz die Erdbeeren wie viele andere Erdbeerbauern mit Vlies-Folien. Diese bleiben aber nicht lange auf den Pflanzen liegen. „Auf Dauer würden sie die Bestäubung der Pflanzen behindern“, erklärt Storz. Und: Kommt am nächsten Vormittag wieder die Sonne heraus, könnten auf den Blättern Hitzeschäden entstehen. Und auch mit Vlies lassen sich nicht alle Erdbeeren retten, viele Knospen erfrieren. Der Frost ist vor allem während der Blüte gefährlich. Die Früchte werden dann schnell schwarz oder verkrüppeln.

„Insgesamt ist der Schaden aber überschaubar und noch keine Katastrophe“, sagt Storz. Für seine Kunden gebe es weiter genug Erdbeeren zum Pflücken. Durch die kalten Temperaturen verschiebe sich aber der Ernte-Beginn auf seinen Feldern auf Anfang Juni. Glück im Unglück: Wenn bei einer Pflanze einzelne Erdbeeren kaputt gehen, hat die Pflanze umso mehr Kraft für die verbliebenen Erdbeeren übrig. Sie werden dann oft größer als normal.

Die Erdbeerfelder von Renate Eberle in Frohnloh und Buchendorf sind dagegen glimpflicher durch den Frühlings-Frost gekommen. „Wir haben keine nennenswerten Schäden“, berichtet Eberle. Sie decke ihre Felder auch nicht mit Vlies-Folien ab, „da unsere Kunden Erdbeeren wollen, so wie sie die Natur wachsen lässt und nichts Künstliches.“ Vielleicht sei auch gerade die nicht erfolgende Abdeckung der Grund für die bisher ausbleibenden Schäden, vermutet sie. Der Ernte-Beginn verzögert sich aber auch bei ihr um etwa eine Woche auf Anfang Juni.

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