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Die Polizei Planegg rät nicht nur Kindern, beim Radfahren einen Helm aufzusetzen.

Unfallstatistik der Polizeiinspektion Planegg

Immer mehr Radler verunglücken

Würmtal   Scheint die Sonne, steigen die Würmtaler aufs Rad. 2015 hat es das Wetter gut mit den Radlern gemeint. Die Schattenseite zeigt die Verkehrsunfallstatistik der Polizei Planegg. Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Fahrradunfälle um 20 Prozent gestiegen.

Helm aufsetzen! So lautet der Appell von Siegfried Janscha, Leiter der Polizeiinspektion Planegg, an die Radler im Würmtal. Das sagen ihm seine Erfahrung und die am Freitag veröffentlichte Verkehrsunfallstatistik. „Immer mehr Leute steigen auf das Fahrrad um“, sagt er. Deshalb müssten Radler umso mehr darauf achten, dass sie sich regelkonform verhalten – und einen Helm aufsetzen. Erst vor wenigen Tagen habe es in Gräfelfing einen Fahrradunfall gegeben, bei dem ein Radler schwer am Kopf verletzt worden sei. „Hätte er einen Helm aufgehabt, wäre weniger passiert“, konstatiert der Planegger Polizeichef. Eine Helmpflicht besteht in Deutschland nicht.

Im vergangenen Jahr sei die Zahl der Verkehrsunfälle im Vergleich zum Vorjahr etwa gleich geblieben, so Janscha (2014: 1037; 2015: 1059), doch die Zahl der Fahrradunfälle ist dabei von 60 auf 72 auffallend gestiegen. Das ist ein Plus von 20 Prozent. Janscha: „Das hängt auch mit der Witterung zusammen, je schöner das Wetter ist, desto mehr passiert.“ Der Jahrhundertsommer 2015 kam den Radlern entgegen. Mehr Radler, mehr Unfälle.

Janscha findet ebenfalls auffällig: Bei den beiden Verkehrsunfällen mit tödlichem Ausgang, die sich im Bereich der Planegger Inspektion in den vergangenen beiden Jahren ereigneten, starb jeweils ein Radfahrer. Im zurückliegenden September hatte ein Schulbusfahrer eine 49-Jährige Radlerin auf der Staatsstraße 2065 übersehen und ihr die Vorfahrt genommen. Die Frau stürzte und landete mit dem Kopf auf der Bordsteinkante. Sie starb an ihren schweren Kopfverletzungen.

Um sicherer zu sein, nutzten Radfahrer vermehrt den Gehweg, insbesondere an der Planegger Bahnhofstraße, bemerkt Janscha. „Das ist zum Nachteil der Fußgänger“, mahnt er. Die Zahl der zu Schaden gekommenen Fußgänger sei erfreulicherweise insgesamt von 13 auf vier stark gesunken.

Auch die Zahl der Schulwegunfälle habe sich von 2014 auf 2015 von vier auf zwei halbiert, besagt seine Statistik. Dafür ist die Zahl der Unfallfluchten fast gleich hoch geblieben (268) – und auch die entsprechende Aufklärungsquote (41 Prozent). Auch die Zahl der Unfälle, bei denen Beteiligte alkoholisiert waren, blieb mit acht in etwa gleich. „Ein Unfall unter Drogeneinfluss war nicht zu verzeichnen“, so Janscha. Dennoch zog die Polizei wie schon 2014 wieder 21 Fahrer, die unter Drogeneinfluss standen, aus dem Verkehr. 36 alkoholisierte Fahrer mussten ebenfalls ihr Fahrzeug stehen lassen (2014: 35). Wer auf das Fahrrad umsteigt, sollte sich ebenso regelkonform verhalten, mahnte Janscha – auch hier gilt eine Alkoholgrenze.

Victoria Strachwitz

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