Geothermie: Trinkl behält Bohrrechte

Würmtal - Die Kraillinger Firma Trinkl behält ihre Geothermie-Bohrrechte in Steinkirchen - obwohl die Frist, einen Bohrplatz einzurichten, eigentlich abgelaufen ist.

Die Erlaubnis, in Steinkirchen warmes Tiefenwasser zur Wärme- und Stromgewinnung zu fördern, sollte ursprünglich zum Jahresende auslaufen, falls Trinkl bis dahin nicht den Bohrplatz eingerichtet hat. Den Termin hat das Unternehmen nicht einhalten können. In Zusammenarbeit mit der Gemeinde Gräfelfing, die größtes Interesse an dem Projekt hat, konnte Trinkl beim zuständigen Wirtschaftsministerium aber eine Verlängerung der Rechte erwirken, die die Firma seit 2004 besitzt.

Allerdings unter Auflagen. Wie genau die Auflagen aussehen, verrät Baldur Trinkl junior nicht. Sie beziehen sich aber wohl hauptsächlich auf den Zeithorizont. Nun sollen die Arbeiten endlich beginnen. Stromgewinnung plant Trinkl vorerst aber nicht. Abnehmer der gewonnenen Wärme wird vorerst wohl nur die Gemeinde Gräfelfing sein. Die will damit endlich ihr neu errichtetes Fernwärmenetz beschicken. Nachdem ein Bürgerentscheid das geplante Biomasseheizkraftwerk auf dem Gelände der Gräfelfinger Firma Glück verhindert hatte, braucht die Gemeinde die Quelle umso dringender und arbeitet offenbar eng mit der Firma zusammen. Laut Trinkl hatte sich der Bohrbeginn durch notwendige Neuberechnungen verschoben. „Ich hätte die Ausschreibung schon vorher soweit gehabt. Aber weil das Biomassewerk nicht kam, waren einige Anpassungen nötig“, sagt er. Nun sei das Projekt aber ausgeschrieben. Mehrere Firmen hätten auch schon Angebote für die Errichtung eines Bohrturms abgegeben.

Der nächste Schritt soll dann die Erteilung der bergbaurechtlichen Genehmigung sein, die aber erst erteilt werden könne, wenn Details zur Anlage feststehen. Und die stünden erst nach der Ausschreibung fest. Im Frühjahr will Trinkl einen Informationscontainer errichten und baldmöglichst mit den Arbeiten beginnen. Noch im Jahr 2013 will er Wärme liefern.

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