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„So groß ist der Andrang nicht mehr“: Florian Rügemer aus der Pollner-Filiale Gräfelfing zeigt die englische Ausgabe von „Harry Potter und das verwunschene Kind“, die bereits vor acht Wochen auf den Markt kam.

Neuerscheinung

Zurück in Harry Potters Zauberwelt

Würmtal -  In den Würmtaler Buchhandlungen wird es ab diesem Samstag wieder magisch: Mit „Harry Potter und das verwunschene Kind“ erscheint die achte Geschichte aus der Zauberer-Welt von Joanne K. Rowling.

Die Start-Auflage beträgt deutschlandweit 800 000 Exemplare, bis Mitte nächsten Jahres erwartet der Verlag eine Million verkaufte Exemplare. Das Buch ist aber kein direkter klassischer achter Band der Serie, sondern ein Theaterstück in Buch-Form. Wohl auch deshalb haben die Würmtaler Buchhändler zwar eine Reihe von Vorbestellungen. Insgesamt sei der Andrang der Würmtaler aber anscheinend geringer als bei den anderen Harry Potter-Bänden, heißt es.

Das „verwunschene Kind“ ist das Skript des gleichnamigen Theaterstücks, das im Juli in London angelaufen ist. In Theater-Dialog-Form erzählt der Band eine Geschichte rund um Albus Severus Potter, den Sohn von Harry Potter, 19 Jahre nach Harrys Schulzeit. „Der große Hype ist aber durch“, sagt Susanne Beck-Trenkle, Geschäftsführerin der Planegger Kinder-Buchhandlung Phantasia. Zwar hat die Buchhändlerin 50 Exemplare des neuen Bandes bestellt, die am Donnerstag im Laden auch schon angekommen sind, „viel mehr als bei anderen Titeln“, so Beck-Trenkle. Sie habe aber nur „ein paar Vorbestellungen, weniger als bei den anderen Bänden“. Der Planegger Buchladen veranstalte daher diesmal auch keine besondere Aktion wie bei den anderen Büchern. Da hatte die Buchhandlung je nach Band bereits in der Nacht geöffnet, die Kinder konnten sich passend verkleiden, oder der betreffende neue Band wurde zusammen mit Semmeln pünktlich zum Frühstück an die Vorbesteller ausgeliefert.

Bereits vor acht Wochen erschien das Buch auf Englisch „und ging da gut“, sagt Sonja Hornfeck von der Gautinger Buchhandlung Kirchheim. Rund 30 bis 40 Exemplare verkaufte die Buchhandlung, viel für ein Buch auf Englisch. Von dem deutschen Band haben die Gautinger ebenfalls 50 Exemplare bestellt – „bei den anderen Potter-Büchern waren es aber mit 100 bis 200 noch mehr“, sagt Sonja Hornfeck. Die Bücher dürfen vor Samstag noch nicht verkauft werden. Nicht mal die Kartons dürfen die Buchhändler vorher aufmachen. „Wir mussten dies dem Verlag unterschreiben, bei Nichtbeachtung gibt es hohe Strafen“, sagt Sonja Hornfeck. 1000 Euro für jedes verkaufte Buch berechnet der Verlag. Die Summe kommt einem guten Zweck zu Gute. Eine solche strenge Regelung gebe es nur bei wenigen anderen Büchern, sagt Hornfeck. „Nur manchmal wie beim letzten Asterix-Band gab es ähnliche Vorschriften.“

Die Buchhandlungen Pollner in Planegg und Gräfelfing haben bisher zusammen gut 20 Vorbestellungen. Etwas weniger als bei den letzten Potter-Bänden. „Im nächsten Jahr soll ja noch eine erweiterte Ausgabe des Bandes erscheinen, vielleicht warten einige noch bis dahin“, vermutet Florian Rügemer, Mitarbeiter der Gräfelfinger Filiale. Eine große Harry Potter-Party veranstaltet die Buchhandlung ebenfalls nicht. „Bis zum vierten Band haben wir noch jeweils ein Harry Potter-Frühstück gemacht, doch so groß ist der Andrang jetzt nicht mehr“, sagt Rügemer. Eventuell bekommen die Potter-Käufer kleine Give-aways wie ein Lesezeichen zu dem Buch dazu. Die ersten sieben Bände laufen aber „nach wie vor kontinuierlich gut, neue Kinder wachsen nach“, beobachtet die Planegger Pollner-Filialleiterin Cordula Langer. Sie findet es „großartig, dass Rowling jetzt so viele Leute dazu bringt, ein Theaterstück zu lesen“.

Doch ist der neue Potter-Band überhaupt so gut wie die bisherigen? „Mir wurde berichtet, dass das Buch nichts Besonderes sein soll, die Dialoge sollen recht platt sein“, sagt Julia Sauerbrey, Leiterin der Gräfelfinger Buchhandlung „Wort. Schatz“. „Ich glaube deshalb, für manche Leute ist die Saga abgeschlossen, und Rowling hat das Buch ja auch nicht komplett selbst geschrieben“, sagt Sauerbrey. „Das Buch war auf Englisch ein schöner Abschluss, und es hat Spaß gemacht, wieder in der Potter-Welt zu sein“, heißt es hingegen aus der Phantasia-Buchhandlung.

Peter Seybold

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