Sorglos plantschen: Im Bergerweiher kann auch in diesem Sommer ohne Bedenken gebadet und im Wasser getobt werden. Die Wasserwerte sind einwandfrei. a-foto: js

Sorglos baden in der Würm

Würmtal - Das Landratsamt Starnberg lässt im Sommer regelmäßig die Wasserqualität der Würm prüfen. Mit durchwegs guten Ergebnissen.

Bei sommerlichen Temperaturen treibt es den einen oder anderen ins kühle Nass der umliegenden Seen und Weiher. Auch der Bergerweiher in Krailling und das Wellenbad in Planegg werden immer beliebter. Die beiden Badestellen werden vom Wasser der Würm gespeist. „Aus diesem Grund gelten sie als Fließgewässer und können daher nicht als offizielles EU-Badegewässer ausgewiesen werden“, erklärt Gerhard Galdia, Hygienekontrolleur vom Landratsamt Starnberg. „Denn eine konstant gute Wasserqualität kann dort nicht garantiert werden.“ Doch dem ungetrübten Badevergnügen in der Würm steht nichts im Wege. Seit Mitte Mai werden an acht verschiedenen Stellen Wasserproben entnommen, um die Konzentration von Escherichia-coli- und Intestinalen Enterokokken-Bakterien zu überwachen. Eine vermehrte Anzahl dieser Bakterien im Wasser kann beim Verschlucken vor allem bei Kindern oder älteren Menschen Magen-Darm-Erkrankungen hervorrufen.

Doch die Kontrollergebnisse von Mitte Juli zeigen, dass die Werte der Würm weit unter dem Grenzwert von 1800 Escherichia coli und 700 Enterokokken pro 100 Milliliter Wasser liegen. So waren es beispielsweise am Holzsteg des Bergerweihers im Juni lediglich 134 Escherichia-Bakterien, im Juli 274. „Solche Schwankungen können bei einem fließenden Gewässer durch Starkregen ausgelöst werden“, sagt Galdia. Auch das Auftreten von Intestinalen Enterokokken lag an dieser Stelle mit 76 Bakterien im Juni und 32 im Juli (pro 100 Milliliter Wasser) weit unter dem Grenzwert.

Die bakteriologischen Untersuchungsergebnisse der Würm waren nicht immer so zufriedenstellend wie heute. So wiesen Messungen im Juli 2004 Werte von bis zu 9300 Escherichia-Bakterien in 100 Millilitern Würm-Wasser nach. Grund dafür waren die Abwässer aus dem Klärwerk Starnberg, die in die Würm eingeleitet wurden und eine höhere Anzahl an Bakterien mit sich führten. „Seit 2005 werden die Abwässer zusätzlich mit UV-Licht bestrahlt, bevor sie in die Würm gelangen. Das tötet zusätzlich Bakterien ab“, sagt Stefan Diebl, Pressesprecher des Landratsamtes Starnberg. Seither sind die Wasserwerte der Würm konstant gut.

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