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Neue Fenster sollen sorgenfreies Telefonieren und Surfen in der Bahn möglich machen.

Empfang durchs Fenster

Diese Erfindung macht Bahn-Pendler glücklich

Lausanne - Das Handynetz in Zügen ist nicht immer das Beste. Dank der Erfindung von Schweizer Forschern könnte sich das bald ändern.

Wer bisher im Zug telefonieren oder im Internet surfen wollte, hatte oft Probleme mit der Verbindung. Das soll sich jetzt ändern. Die Erfindung von Forschern in Lausanne, über die die Hochschule EPFL am Montag auf ihrer Internetseite berichtete, wird Bahnreisende auf der ganzen Welt freuen. 

Das Problem mit den Fenstern

Die langsame und lückenhafte Verbindung mit dem Handynetz in Zügen liegt prinzipiell daran, dass die Passagiere sich im sogenannten "Faradayschen Käfig" befinden. Dieser schirmt elektromagnetische Wellen ab und schützt so etwa bei Blitzeinschlägen. Allerdings blockiert der Käfig eben auch das Handy-Netz.

Im Gegensatz zum Auto, in dem ebenfalls ein solcher Käfig in der Karosserie verbaut ist, blockieren in Zügen auch die Fenster das Handynetz. Denn hier ist eine dünne Metallschicht verbaut, damit im Zug weniger Energie für Heizung und Klima-Anlage verbraucht werden muss.

Ein Laser sorgt für Empfang

Schweizer Forscher haben deswegen versucht einen Weg zu finden die Fenster durchlässiger zu machen und verkündeten am 29.August 2016 den Durchbruch

Andreas Schüler von der EPFL erklärte laut blick.ch: "Der Faradaysche Käfig wird durchbrochen, indem die Metallschicht mit einem speziellen Laser bearbeitet wird". Mit dem Laser zeichneten die Forscher ein Muster in die Platten und entfernten so letztlich nur knapp 2,5 % des Metalls. Das reicht aber aus, um Handywellen durchzulassen. Der Clou: Die Wärmeisolation bleibt trotzdem erhalten.

Bereits im Zug getestet

Um die Wirksamkeit zu prüfen, wurde nicht nur im Labor getestet. Die veränderten Fenster wurden im Rahmen einer Studie in einen Zug des Berner Verkehrsunternehmens BLS eingebaut. Auch hier wurden die Forscher bestätigt: Ihr Fenster ist für Mobilfunkwellen genauso durchlässig wie etwa normale Autofenster.

Erfindung ist nur der erste Schritt

Schüler erklärt in dem Bericht der EPFL weiter, dass die Erfindung auch für Gebäude interessant sein könnte, da auch bestimmte Glassfassaden das Mobilfunknetz blockierten. Entwickle man die Gravur weiter, könnte es in Zukunft sogar möglich sein nur bestimmte Elektro-Wellen durchzulassen. So könnte etwa das WLAN-Signal an Fenstern enden, das allgemeine Mobilfunknetz aber nicht.

rs

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