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Ordentlich einpacken ist Pflicht - sonst riskiert man, dass das Smartphone beschädigt beim Ankäufer ankommt. Foto: Andrea Warnecke

Richtig verkaufen

Große Ankäufer zahlen bei Smartphones am besten

Ausgemusterte Mobiltelefone horten lohnt sich nicht: Wer sein gut erhaltenes Smartphone nicht zu lange in der Schublade schmoren lässt, kann es beim richtigen Dienstleister noch richtig gut versilbern.

Berlin (dpa/tmn) - Beim Ankauf gebrauchter Smartphones zahlen große Spezialdienstleister besser als kleinere. Zu diesem Ergebnis ist die Stiftung Warentest nach einem Vergleich von sechs Anbietern auf diesem Sektor gekommen ("test"-Ausgabe 11/16).

Testsieger beim Ankauf gebrauchter Handys wurde Clevertronic.de (Note 2,0), wo Verkäufer schnell und reibungslos einen guten Preis erhielten. Attraktive Preise zahlt demzufolge auch Zoxs.de.

Wer unsicher ist, wie gut sein Telefon wirklich in Schuss ist, geht laut Test bei Wirkaufens.de kein Risiko ein: Der Dienstleister setzt den Preis hoch, wenn der Kunde sein Gerät zu schlecht eingeschätzt hat. Zoxs.de und Wirkaufens.de teilen sich mit der Note 2,4 den zweiten Platz im Test. Umgekehrt muss man nicht auf den Handel eingehen, wenn der Ankäufer den selbst eingeschätzten Zustand des Gerätes anders bewertet und sein ursprüngliches Angebot korrigiert. Die meisten Unternehmen zahlen dann sogar das Rücksendeporto.

Viele der Dienstleister verkaufen die Handys auch wieder: Erste Wahl für alle, die sich ein gebrauchtes Smartphone zulegen möchten, ist den Angaben zufolge ebenfalls Clevertronic.de. Allerdings sollte man vor dem Kauf eines Handys aus zweiter Hand immer vergleichen, was das Modell neu kostet, raten die Warentester. Auch zu bedenken: Neue Geräte haben zwei Jahre Gewährleistung, für gebrauchte kann sie nur ein Jahr betragen.

Zum Vergleich hatten die Tester auch den Smartphone-Verkauf per Internetauktion ausprobiert. Diese kann den Angaben zufolge auch lukrativ sein, aber der Weg zum Geld sei aufwendiger, und das Restrisiko bleibe, dass ein noch wertvolles Smartphone nur für kleines Geld weggeht.

In aller Regel keine Verkaufsoption seien Smartphone-Hersteller und ihre Ankaufspartner: Diese lohnen sich den Angaben zufolge ebenso wenig wie die Ankaufsdienste von Elektronikfachmärkten, die im Test keine attraktive Anlaufstelle für private Handyverkäufer waren, und den geringen Kaufbetrag auch nur als Einkaufsgutschein anboten.

Bevor ein Handy zum Händler geht, sollte man persönliche Daten unbedingt erst sichern und dann löschen, indem man das Smartphone auf die Werkseinstellungen zurücksetzt, raten die Experten. Man sollte auch nicht vergessen, SIM- und - falls vorhanden - Speicherkarte zu entnehmen, den Akku zu laden, damit der Händler das Gerät schneller begutachten kann, und etwaiges Zubehör wie das Ladegerät beizulegen - idealerweise in der Originalverpackung. Und die verpackt man dann noch sicher in einen gut gepolsterten Karton.

Sehr alte Tastenhandys oder defekte Smartphones, die nur noch wenige Euro oder Cent erlösen würden, kann man auch spenden oder bei Netzbetreibern, Recyclinghöfen oder großen Elektronikmärkten sowie Internethändlern abgeben.

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