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Bei Immobilienangeboten im Internet gibt es immer wieder auch Fake-Anzeigen. Foto: Soeren Stache

Immobörsen im Netz: Vermehrt Fake-Angebote

Gerade in Städten mit leer gefegtem Wohnungsmarkt fällt es Betrügern leicht, gutgläubige Interessenten übers Ohr zu hauen. Allein die Aussicht auf eine bezahlbare Immobilie öffnet bei Interessenten die Portemonnaies.

Berlin (dpa/tmn) - Ganz gleich, ob es um ein Mietobjekt oder Verkaufsangebote von Wohnungen oder Häusern geht: Ist der Preis zu gut, um für die Lage und Ausstattung wahr zu sein, handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um eine Fake-Anzeige.

Mit diversen Maschen versuchten Betrüger derzeit verstärkt, über solche Inserate in Immobilienbörsen im Internet Interessenten abzuzocken, warnt die Polizei Niedersachsen.

Dazu gehört etwa das Überweisen eines Vorschusses oder die Überweisung einer Kaution für den Schlüssel, der zur Besichtigung zugeschickt werden soll, weil der angebliche Besitzer gerade nicht in Deutschland ist. In beiden Fällen gilt: Es gibt die Immobilie gar nicht, und das gezahlte Geld ist weg.

Schon die Kommunikation per E-Mail auf Englisch oder mit Texten, die offensichtlich ein Übersetzungsprogramm ins Deutsche gebracht hat, ist den Experten zufolge ein Warnsignal. Mit Hilfe von Onlinekarten und -Straßenansichten lasse sich einschätzen, ob es die Wohnung an dieser Adresse überhaupt geben kann.

Zudem könnte man die Fotos aus der Anzeige bei der Google-Bildersuche hochladen, um herauszufinden, ob sie an anderer Stelle, vielleicht bei einer echten Anzeige, einfach kopiert worden sind. Ein letztes Indiz für unseriöse Angebote sind Überweisungsaufforderungen an Zahlungsdienste wie Western Union, Treuhandkonten oder Finanzagenten.

Sobald man eine Immobilienanzeige als Fälschung erkannt hat, ist es wichtig, diese beim Portalbetreiber zu melden, raten die Experten. Wer auf eine Fake-Anzeige hereingefallen ist und den Tätern bereits Geld geschickt hat, sollte Anzeige bei der örtlichen Polizei erstatten.

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