+
Wer zu Hause den Datendienst LTE nutzen möchte, sollte vorher die Netzabdeckung prüfen. Bei schlechtem Empfang kann etwa eine LTE-Verstärkerantenne weiterhelfen. Foto: Jens Büttner

Internet per Funk: Tipps für den LTE-Empfang daheim

Wo Kabelanschlüsse rar sind, lohnt sich häufig ein Internetzugang per LTE-Funk. Doch bevor sie auf diese drahtlose Variante umsteigen, sollten Verbraucher zunächst prüfen, wie die Netzabdeckung aussieht. Gegen schlechten Empfang gibt es dann einige Tricks.

Berlin (dpa/tmn) - Gerade wer abgelegen wohnt, hat häufig Probleme, Breitbandinternet per Kabel oder DSL ins Haus zu bekommen. Der Weg durch die Luft per LTE-Funk kann dann eine praktische Lösung sein.

Wenignutzer können mit LTE-Prepaidtarifen und einem Surfstick für den Computer dabei monatliche Kosten einsparen. Vor dem Kauf der Ausrüstung und dem Buchen eines Tarifs sollte man aber einen genauen Blick auf die Versorgungslage werfen.

Das geht mit Hilfe der Netzabdeckungskarten der drei großen Netzbetreiber Telekom, Vodafone und O2, rät das Telekommunikationsportal "teltarif.de". Wer bei einem Discounter buchen will, sollte zunächst schauen, über welches der drei Netze sein LTE-Zugang abgewickelt wird.

Auf den Karten wird die Versorgungslage deutschlandweit abgebildet. LTE-Versorgung bedeutet allerdings nicht automatisch auch überall guten Empfang: "Die Netzbetreiber unterscheiden zwischen Indoor- und Outdoor-Versorgung", erklärt Alexander Kuch von "teltarif.de". Ist nur der Außenbereich gut abgedeckt, kann es sein, dass im Haus nur noch ziemlich wenig Signalstärke ankommt - entsprechend schlecht wird dann die Internetverbindung.

Ist der Empfang daheim schlecht, kann das auch an einem zu großen Abstand zu einer Basisstation liegen. Hier empfehlen die Anbieter häufig, das LTE-Empfangsmodul etwas erhöht und nah an einem Fenster zu platzieren. Wer einen speziellen LTE-Router benutzt, hat möglicherweise besseren Empfang als mit einem kleinen USB-Stick. Günstige Empfangsteile in Sparmodellen haben meist nicht die gleiche Leistung wie hochwertigere Produkte. Kann das Gerät überhaupt keine Verbindung herstellen, sollten Nutzer überprüfen, ob es die deutschen LTE-Frequenzen nutzt - manches Importgerät muss da passen.

Wer dauerhaft stabilen Empfang möchte, dem empfiehlt Alexander Kuch die Installation einer LTE-Verstärkerantenne auf dem Dach oder an einer geeigneten Stelle an der Hauswand. Es gibt sie ab rund 60 Euro. Wird sie korrekt auf die nächste Basisstation - deren Standorte sind meist auch in den Netzabdeckungskarten zu sehen - ausgerichtet, kann das Signal an einen geeigneten Router weitergeleitet werden. Der muss dazu allerdings über einen Anschluss für externe Antennen verfügen.

Netzabdeckungskarte O2

Netzabdeckungskarte Telekom

Netzabdeckungskarte Vodafone

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Fast wie im Kino: Video-Beamer für zuhause

Mit einem Video-Beamer im Wohnzimmer kommt Kino-Feeling auf. Richtige Heimkino-Projektoren kosten immer noch ein Vermögen, doch auch für unter 1.000 Euro bekommt man …
Fast wie im Kino: Video-Beamer für zuhause

YouTube blickt zurück: Die angesagtesten Clips 2016

Das Jahr nähert sich dem Ende - da wird es Zeit auf die beliebtesten Videos 2016 zurückzublicken. Mehr als 200 YouTube-Stars lassen in einem Clip die Trends des Jahres …
YouTube blickt zurück: Die angesagtesten Clips 2016

YouTube blickt zurück: Die angesagtesten Clips und Trends aus 2016

München - Das Jahr nähert sich dem Ende - da wird es Zeit auf die beliebtesten Videos 2016 zurückzublicken. Mehr als 200 YouTube-Stars lassen in einem Clip die Trends …
YouTube blickt zurück: Die angesagtesten Clips und Trends aus 2016

Kommunikationsprogramm Curse künftig mit Videochats

Viele Computerspieler nutzen während gemeinsamer Sessions Kommunikationsprogramme, um mit ihren Mitspielern in Kontakt zu bleiben. Ein neues Update beschert nun auch …
Kommunikationsprogramm Curse künftig mit Videochats

Kommentare