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Für das neue iPhone 7 gibt es im weltweiten Preisvergleich große Unterschiede.

Internationaler Vergleich

So unterschiedlich sind die Preise für das iPhone 7 weltweit

München - Apple-Kunden auf der ganzen Welt müssen für ein iPhone 7 unterschiedlich tief in die Tasche greifen. In manchen Ländern ist es bis zu 180 Euro billiger als auf dem deutschen Markt.

Das iPhone 7 ist nun schon seit einigen Tagen auf dem Markt, die Spekulationen um neue Features sind geklärt und der Hype um den Verkaufsstart klingt nach und nach ab. Langsam aber sicher kommt das neue iPhone auf der ganzen Welt in den Händen der Verbraucher an - das allerdings zu den unterschiedlichsten Preisen. Tatsächlich müssen Apple-Kunden in manchen Ländern um einiges tiefer in die Tasche greifen, um ein iPhone 7 zu erwerben. Deutsche Kunden landen im internationalen Vergleich im Mittelfeld: In anderen Ländern ist das iPhone 7 bis zu 180 Euro billiger als auf dem deutschen Markt.

Als Alternative gibt es nun auch ein Smartphone von Google: Das iPhone 7 und Google Pixel im Vergleich.

Preis des iPhone 7 im weltweiten Vergleich

Das iPhone 7 im weltweiten Preisvergleich.

Kaufda Insights hat in einer Grafik veröffentlicht, wie viel ein neues iPhone 7 Apple-Kunden aus aller Welt im Vergleich kostet. Als Grundlage diente die Basic-Variante des Smartphones, die Preise wurden aus Übersichtlichkeitsgründen in Euro umgerechnet.

Aus der Grafik geht dabei hervor, dass Ungarn und Italiener besonders tief in die Tasche greifen müssen, wenn sie sich ein neues iPhone zulegen möchten. Im Mutterland des iPhones gibt es hingegen die niedrigsten Preise für Apple-Kunden, Kanada steht an zweiter Stelle.

Deutschland liegt im Mittelfeld der weltweiten Preisspanne für das iPhone 7. In den letzten Jahren war es so, dass das neue iPhone stets zuerst in den USA und in nur wenigen weiteren Ländern in die Läden kam, in Deutschland beispielsweise aber erst einige Wochen später erhältlich war. Bei dem neuen iPhone 7 war dies nun aber nicht mehr der Fall, der Verkaufsstart fiel hier auf den 16. September - genau wie in den USA. 

Wo bekomme ich das iPhone 7 billiger?

Für alle, die mit dem Kaufgedanken an das neue iPhone 7 spielen und zufälligerweise auch noch nah an der Schweizer Grenze wohnen, lohnt sich eventuell ein Abstecher in unser kleines Nachbarland. Hier liegt der Preis für ein iPhone bei 693 Euro und steht damit an sechster Stelle im weltweiten Niedrigvergleich. 

Wer sowieso gerade eine Reise nach Kanada, in die Vereinigten Arabischen Emirate oder nach Japan gebucht hat, kann diese angenehme Begebenheit durchaus auch für einen iPhone-Kauf nutzen. Hier sind die Kosten für ein iPhone 7 nämlich besonders niedrig und unterscheiden sich deutlich von dem Verkaufspreis in Deutschland. Am billigsten ist das beliebte Smartphone selbstverständlich in den USA, dem Heimatland von Apple und damit auch des iPhone 7.  

Doch bei dem Kauf im Ausland können ungeahnte Kosten zusätzlich zu dem Verkaufspreis entstehen. So wird die Mehrwertsteuer in den USA beispielsweise erst an der Kasse hinzugerechnet. Diese ist in jedem US-Staat unterschiedlich und kann bis zu 10 Prozent des Kaufpreises betragen. Hinzu kommen noch Zollkosten - der Wert des iPhone 7 liegt über dem Freibetrag von 430 Euro.

Lohnt es sich, das iPhone 7 in den USA zu bestellen?

Bei dem Anblick der Grafik kommt eine Idee direkt in den Sinn: Ist es für Apple-Kunden aus Deutschland nicht billiger, sich das iPhone 7 einfach aus den USA zu bestellen? Die Antwort darauf hängt von einigen Faktoren, beispielsweise dem aktuellen Dollarkurs, ab. Grundsätzlich verbergen sich aber zu viele versteckte Kosten hinter einer Bestellung aus den USA, als dass sich ein solcher Kauf lohnen würde. 

Besonders hoher Kostenpunkt ist die Einfuhrumsatzsteuer. Diese muss gezahlt werden, wenn der Wert des verschickten Gegenstands über 430 Euro liegt. Laut der Informationsseite des Deutschen Zolls liegt die Einfuhrumsatzsteuer für Smartphones bei 19 Prozent. Warenwerte bis zu 700 Euro werden pauschal jedoch mit 17,5 Prozent besteuert. Bei dem US-Verkaufspreis von 577 Euro für das iPhone 7 wären das um die 100 Euro Einfuhrumsatzsteuer, die dem Zoll gezahlt werden müssten. Bei einer Bestellung müssen Sie zusätzlich zu dem Warenwert auch noch den Versandpreis verzollen, was die Zollabgabe noch einmal erhöht. Das Portal Finanztip gibt einen ausführlichen Überblick über die Rechtslage in diesem Fall.

Außerdem ist ein iPhone 7 aus den USA mit einem amerikanischen Netzteil ausgestattet - in Deutschland braucht man für dessen Benutzung dementsprechend einen Adapter. Auch die Nutzung von LTE kann sich bei einigen deutschen Anbietern als schwierig gestalten: Viele unter ihnen unterstützen nur das deutsche LTE, nicht jedoch das amerikanische. Ein iPhone aus den USA ist aber auf die Nutzung des amerikanischen Angebotes ausgelegt, so dass man in Deutschland nur langsamer surfen kann. Hierzu finden Sie wichtige Informationen auf der Apple-Website, zusätzlich sollten Sie sich vor einer Bestellung aber unbedingt bei Ihrem Mobilfunkanbieter erkundigen.

Nicht zu vergessen sind selbstverständlich auch die Versandkosten. Diese liegen für eine Lieferung aus den USA zwischen 20 und 40 Euro. Zusammengerechnet kommt man also mit Einfuhrumsatzsteuer, Versandkosten und dem Kauf eines Adapters in etwa bereits auf den Verkaufspreis in Deutschland - und der Prozess zur Beschaffung des iPhones ist deutlich aufwands- und zeitintensiver.

Video: Was kann das iPhone 7?

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