+
Viele Linsen und Sensoren: Mit nur gut fünf Millimetern Dicke liefert Lenovo mit dem Moto Z ein besonders dünnes Smartphone ab. Foto: Lenovo

Lenovo-Smartphones: modular bis virtuell

Smartphones und Tablets, die sehen können, uns unabhängig durch Gebäude leiten, Räume vermessen und erweiterte oder virtuelle Realitäten aufs Display zaubern? Klingt nach ferner Zukunft. Doch weit gefehlt: Im September bringt Lenovo so ein Gerät auf den Markt.

Berlin (dpa/tmn) - Erweiterungen spielen bei zwei neuen Smartphones von Lenovo die Hauptrolle: Beim nur gut fünf Millimeter dicken 5,5-Zoll-Gerät Moto Z lassen sich auf dem Rücken als Zusatzmodule (Mods) ein Projektor, ein Lautsprecher oder ein Akku-Pack andocken.

Auf solche modularen Erweiterungen setzt etwa schon LG bei seinem Flaggschiff G5. Lenovo geht aber noch einen Schritt weiter und will es mit einer offenen Architektur auch anderen Herstellern ermöglichen, eigene Mods zu entwickeln.

Um erweiterte Realität (AR) geht es dagegen bei Lenovos neuem Phab2 Pro: Mit Hilfe eines 3D-Infrarot-Sensors nimmt das 6,4-Zoll-Phablet seine Umwelt samt Bewegungen räumlich wahr. Diese Informationen setzt dann Googles lernfähige Tango-Technologie in Echtzeit in ein 3D-Abbild der Umgebung um - die Grundlage für beliebige AR-Anwendungen. So lassen sich virtuelle Gegenstände oder auch Lebewesen ins Live-Bild der Kamera einblenden, etwa für Lernzwecke oder fürs Gaming. Aber auch das Vermessen von Räumen oder das Visualisieren von Möbeln beim Einrichten ist denkbar. Voraussetzung sind Tango-fähige Apps oder Spiele.

Mit Snapdragon-652-Prozessor, 4K-fähiger 16-Megapixel-Kamera, QHD-Display (2560 mal 1440 Pixel), 4 Gigabyte (GB) RAM und erweiterbaren 64 GB Speicher soll das Phab2 Pro im September für 500 Euro auf den Markt kommen. Zeitgleich erscheinen auch zwei Varianten ohne Tango und 3D-Sensor, in denen ein Mediatek-Achtkern-Prozessor (8783) sowie weniger RAM und Speicher stecken: das Phab2 Plus mit zwei 13-Megapixel-Kameras und Full-HD-Display für 300 Euro sowie das Pab2 mit HD-Display und nur einer 13-Megapixel-Kamera für 200 Euro.

Als Starttermin für das mit einer wasserabweisenden Nanobeschichtung versehene und 136 Gramm schwere Moto Z nannte Lenovo nur den Herbst - und auch noch keine Preise für Smartphone oder Module. Dafür gibt es bereits technische Details: Das Display bietet QHD-Auflösung, im aus Aluminium und Edelstahl gefertigten Gehäuse finden sich neben einem Snapdragon-820-Prozessor 4 GB RAM, 32 GB erweiterbarer Speicher und eine 13-Megapixel-Kamera (f/1,8) mit optischem Bildstabilisator sowie Laserautofokus. Eine Kopfhörerbuchse wird es beim Moto Z nicht mehr geben. Wer keine Bluetooth-Kopfhörer nutzen möchte, dem bietet ein mitgelieferter USB-C-Adapter aber immer noch einen Klinkenanschluss.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

YouTube blickt zurück: Die angesagtesten Clips 2016

Das Jahr nähert sich dem Ende - da wird es Zeit auf die beliebtesten Videos 2016 zurückzublicken. Mehr als 200 YouTube-Stars lassen in einem Clip die Trends des Jahres …
YouTube blickt zurück: Die angesagtesten Clips 2016

YouTube blickt zurück: Die angesagtesten Clips und Trends aus 2016

München - Das Jahr nähert sich dem Ende - da wird es Zeit auf die beliebtesten Videos 2016 zurückzublicken. Mehr als 200 YouTube-Stars lassen in einem Clip die Trends …
YouTube blickt zurück: Die angesagtesten Clips und Trends aus 2016

Kommunikationsprogramm Curse künftig mit Videochats

Viele Computerspieler nutzen während gemeinsamer Sessions Kommunikationsprogramme, um mit ihren Mitspielern in Kontakt zu bleiben. Ein neues Update beschert nun auch …
Kommunikationsprogramm Curse künftig mit Videochats

Vorsicht: Zu Weihnachten besser keine Handys verschenken

Berlin - Die Angebote der Mobilfunkanbieter sehen verlockend aus: Top-Smartphones für einen Euro. Was nach einem günstigen Geschenk aussieht, sollte aber besser nicht …
Vorsicht: Zu Weihnachten besser keine Handys verschenken

Kommentare