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Ein Pokémon-Go-Spieler am Brandenburger Tor.

Fake-GPS, Poké Radar und Tricks beim Eier Ausbrüten

Schummeln bei Pokémon Go? Diese Möglichkeiten gibt es

München - Pokémon Go erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit, doch das virtuelle Monsterfangen ist auch aufwendig und zeitintensiv. Diese Möglichkeiten zum Schummeln gibt es.

Der Hype um Pokémon Go scheint ungebrochen. Überall auf der Welt tummeln sich Jugendliche und Erwachsene auf den Straßen und in der Natur, um die beliebten Monster einzufangen. Es ist das erste Mal, dass man Pokémon auf dem Smartphone spielen kann. Bisher war dies nur auf den hauseigenen Konsolen des japanischen Spiele-Herstellers Nintendo möglich. Doch die allgemeine Entwicklung weg von der Konsole hin zu interaktiven Spielen auf dem Smartphone konnte Nintendo nicht länger ignorieren und entschloss sich schlussendlich dazu, Pokémon Go über die Tochterfirma Niantech für das Smartphone herauszubringen.

Mit herausragendem Erfolg. Der Börsenkurs von Nintendo schnellte rapide nach oben und die Download-Zahlen sprengten alle Rekorde. Mittlerweile ist Nintendo mehr wert als der Elektronikriese Sony. In Deutschland ist die App offiziell seit einer Woche zum Download erhältlich, die Jagd nach den kleinen Monstern hat dabei schon für allerhand kuriose Geschichten gesorgt.

Sie kennen sich mit Pokémon Go noch nicht so wirklich aus, weil sie gerade erst begonnen haben? Hier finden Sie die besten Einsteiger-Tipps.

Doch die Jagd nach den "Pocket Monstern" (= Pokémon) in Pokémon Go verlangt den Spielern auch einiges an Aktivität ab. Wer gut sein beziehungsweise viele Pokémon fangen und schnell im Level aufsteigen möchte, muss viel Zeit in das Spiel investieren. Da ist es natürlich klar, dass nahezu zwangsläufig eine Vielzahl an Tipps und Tricks aus dem Boden sprießen, die den Erfolg bei Pokémon Go erleichtern und beschleunigen können. Hier finden Sie die gängigsten Methoden im Überblick.

Pokémon Go: Tricks beim Eier Ausbrüten

Zentrales Element bei Pokémon Go ist neben dem Fangen der Monster auch das Ausbrüten von Eiern, die man beispielsweise an den diversen Pokéstops erhält. Das Ausbrüten startet man, indem man im Menü auf "Pokémon" klickt und dann oben den Reiter "Eier" auswählt. Anschließend nimmt man eins der Eier, welche sich bereits im eigenen Besitz befinden, und brütet sie mit dem Incubator aus. Je nach benötigter Entfernung des Eis (2, 5 oder 10 Kilometer), schlüpft nach Vollendung ein seltenes oder eher häufiger verkommendes Pokémon.

Bei einem Ei, aus welchem erst nach 10 Kilometern Laufen ein Pokémon schlüpft, dauert das Ausbrüten ziemlich lange. Vor allem, da das einfache "Bescheißen" durch Bus- oder Trambahnfahren von der App erkannt wird, da sich das GPS-Signal zu schnell bewegt. Lediglich im Stop-and-Go-Verkehr dürften einem geringe Entfernungen auf das Kilometerkonto angerechnet wird. Im Internet kursieren zahlreiche Tipps, wie sich das Ausbrüten der Eier beschleunigen lässt, zum Beispiel so:

Fahrradspeiche: Kleben Sie ihr Smartphone in die Speichen ihres Fahrrads, stellen Sie das Rad auf den Kopf und versetzten Sie anschließend den Reifen durch Drehen an den Pedalen in Bewegung. Durch die Drehung des Smartphones wird dem GPS-Signal vorgegaukelt, dass Sie in Bewegung sind, obwohl sich das Handy eigentlich nicht vom Fleck bewegt. Allerdings sollten Sie ihr Smartphone gut an den Speichen befestigen.

Plattenspieler: Gleicher Effekt wie bei den Fahrradspeichen, nur hier wird das Handy einfach auf den drehenden Plattenspieler gelegt.

Deckenventilator: Auch mit einer guten Befestigung des Handys am Deckenventilator kann dem GPS-Signal Bewegung und somit zurückgelegte Meter für das Ausbrüten der Eier vorgegaukelt werden.

Staubsauger-Roboter: Alternativ lässt sich das Smartphone auch auf einen aktiven Staubsauger-Roboter oder einen automatisierten Rasenmäher legen.

Pokémon Go: Schummeln mit Fake-GPS

Die Grundkonzeption von Pokémon Go ist klar. Durch Bewegung in der realen Welt bewegt sich der eigene Charakter mittels GPS-Signal auf der Karte in Pokémon Go. Pokéstops und Arenen werden somit durch die eigene Aktivität angesteuert und wilde Pokémons können gefangen werden. Wer im Wohnzimmer sitzen bleibt, hat in aller Regel nur wenig Chancen, neue Pokémon zu fangen oder Level aufzusteigen. Gäbe es da nicht die Möglichkeit, sein GPS-Signal zu manipulieren beziehungsweise komplett neu zu programmieren.

Mit speziellen Tools lässt sich nämlich der GPS-Standort auf Android-Handys oder gejailbreakten iOS-Geräten verändern. Ausflüge in die Berge oder Wüste, um ausschließlich dort vorkommende Pokémon zu fangen, oder gar nach New York, wo es die größte Pokémon-Vielfalt der Welt geben soll, sind damit ohne Weiteres möglich. Entsprechende Programme nennt man "GPS Faker" oder "Spoofer", Anleitungen dazu finden sich zuhauf in den unterschiedlichen Entwickler-Foren im Internet. Auch das beliebte Ausbrüten von Eiern ist mithilfe eines manipulierten GPS-Signals und programmierter Route ein Kinderspiel.

Die Praxis erfreut sich großer Beliebtheit, viele Spieler erklären sich das Vorkommen von Konkurrenten mit extrem hohem Level nach nur wenigen Tagen mit der GPS-Schummelei. Diese scheint insbesondere auch deswegen so gut zu klappen, da Entwickler Niantec manipulierte GPS-Signale nur schwer nachweisen kann und als Strafen lediglich temporäre Verbannungen erfolgen. Allerdings scheint Niantech das Problem erkannt zu haben und geht mit Algorithmen gegen die GPS-Betrüger vor.

Pokémon-Go-Spieler, die auf Fake-GPS zurückgreifen, können den Spaß der ehrlichen Spielern zudem empfindlich stören. Und das nicht durch das reine Fangen und Item-Sammeln an den Poké-Stops, sondern im Kampf in der Arena. Denn dort hat man gegen die zumeist deutlich stärkeren Gegner, welche mit dem GPS-Signal geschummelt haben, dann nicht den Hauch einer Chance. Und der Spielspaß geht nach und nach flöten.

Pokémon Go: Poké Radar

In der Umgebung unserer Redaktion sah das Ganze so aus.

Wer kennt es nicht: Das ständige Auftauchen von Taubsi, Habitak, Rattfratz, Zubat und Co. raubt einem langsam aber sicher den Spielspaß, vor allem wenn man die entsprechenden Entwicklungen auch schon in seinem Pokédex registriert hat. Lieber würde man ein seltenes Pokémon nach dem anderen jagen, doch da gestaltet sich der Ansatzpunkt der Suche und die Suche an sich meistens sehr schwierig. Zwar werden einem beim Spielen Pokémon in der unmittelbaren Umgebung angezeigt, doch das beschränkt sich lediglich auf ein kleinen Radius.

Eine Karte mit den Fundorten aller Pokémon würde die Jagd nach den seltenen Monstern erheblich erleichtern. Das dachten sich auch die Entwickler Braydon Batungbacal und Nick DiVona und haben eine App entwickelt, die einem unabhängig von seinem eigenen Standort verrät wo welches Pokémon zu finden ist.

Gespeist wird die Karte dabei direkt aus der Pokémon-Go-Community. Wer ein Pokémon findet, kann den Fundort samt Uhrzeit im Poké Radar eintragen und somit weiteren Spielern zugänglich machen. Per Filter kann auch nach einzelnen Pokémon gesucht werden. Die englischsprachige App ist relativ selbsterklärend, hat aufgrund hoher Zugriffe allerdings zuweilen mit einigen Hängern zu kämpfen.

Da man theoretisch jedes x-beliebige Pokémon in die Karte eintragen kann, gibt es zudem ein Rating-System, mit dem die Glaubwürdigkeit eines jeden Fundes von anderen Nutzern eingestuft werden kann. Hat ein Pokémon eine schlechte Bewertung, wird es sich höchstwahrscheinlich um einen Fake handeln.

Den Poké Rader gibt es bisher für iOS-Geräte und als Desktop-Version, eine Android-App soll in Arbeit sein.

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