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Niamh und einer ihrer drei "Twin Strangers".

Projekt "Twin Strangers"

Unglaublich: Diese beiden Frauen sind keine Zwillinge

München - Niamh ist überzeugt, dass jeder Mensch irgendwo auf der Welt sieben Doppelgänger hat. Drei ihrer "Zwillings-Fremden" hat sie selber schon gefunden. Jetzt hilft sie anderen bei der Suche.

"Das müssen Zwillinge sein", denkt sich jeder, der das Bild von Niamh und Karen sieht. Die beiden gleichen sich tatsächlich wie ein Ei dem anderen, sogar die Art, wie sie sprechen und sich bewegen, ist ähnlich. Doch das Erstaunliche ist: Die beiden jungen Frauen sind nicht einmal entfernt miteinander verwandt. Niamh hat Karen online gefunden.

"Twin Strangers" nennt die Irin dieses Phänomen, "Zwillings-Fremde" also. Das Treffen mit Karen hat sie gefilmt und auf YouTube gestellt (siehe unten). Innerhalb eines Jahres klickten mehr als acht Millionen Menschen den Clip - und trauten ihren Augen nicht. Doch es wird noch verrückter. Denn Karen ist nicht Niamhs einziger "Twin Stranger".

Zwei weitere Frauen, die sie auf sozialen Netzwerken aufgespürt hat, könnten ebenfalls ihr Spiegelbild sein. Das passt perfekt zu der These der freien Journalistin. Niamh ist nämlich sicher, dass es für jeden Menschen irgendwo auf der Welt insgesamt sieben Doppelgänger gibt. Zwei ihrer bisher gefundenen Look-Blaupausen kommen übrigens wie sie aus Irland, eine aus Italien.

Zusammen mit zwei Freunden hat Niamh es sich zur Aufgabe gemacht, nicht nur ihre eigenen optischen Kopien zu finden, sondern auch anderen Menschen bei der Suche nach ihren zu helfen. Dafür nutzt sie die Macht des Internets. Es gibt neben dem YouTube-Kanal und dem Twitter-Profil auch einen Instagram-Account sowie eine Web-App.

Eine Million Menschen suchen schon ihren Doppelgänger

Und die funktioniert so: Nachdem man sich registriert hat, lädt man mindestens zwei Fotos von sich hoch und gibt besonders markante Gesichtsmerkmale ein - die Form der Nase oder des Kopfes etwa. Und schon schlägt die App einem andere Teilnehmer vor, die vom Aussehen her mehr oder weniger zum Verwechseln sein sollen. Wer seinen Zwilling gefunden hat, kann den Kontakt zu ihm aufnehmen.

Zahlreiche Doppelgänger haben sich bereits auf diese Weise aufgestöbert, wie man auf der Facebook-Seite der App sehen kann, die mittlerweile auf mehr als 440.000 Likes stolz sein kann. Auch Deutsche sind dabei - die Doppelgängerin einer jungen Frau kommt etwa aus Bulgarien. Je mehr Leute mitmachen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, einen Treffer zu landen. Laut den Machern der App sollen bereits eine Million Menschen die Jagd nach ihren Doppelgängern aufgenommen haben.

Diese Promis könnten Doppelgänger sein

Diese Promis könnten Doppelgänger sein

Doch auch wer keinen Erfolg hat: Unterhaltsam ist die App allemal, Fehlversuche inklusive, vor allem wenn die Teilnehmer Ähnlichkeiten mit einem Promi wie Papst Franziskus oder Oscar-Gewinner Leonardo DiCaprio festzustellen glauben, die andere nicht erkennen können. 

Manche Menschen finden ihren Doppelgänger aber auch einfach per Zufall im "wahren Leben", wie diese Geschichte beweist.

hn

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