+
Abgelehnte Asylbewerber steigen am am Baden-Airport in Rheinmünster (Baden-Württemberg) im Rahmen einer landesweiten Sammelabschiebung in ein Flugzeug.

Zahl der Ablehnungen liegt hoch

Bundesländer versagen beim Abschieben von Asylbewerbern

Berlin - Etwas mehr als 13.000 Ausländer haben die deutschen Behörden im ersten halben Jahr abgeschoben. Die Zahl der abgelehnten Asylbewerber ist weit höher, doch die Abschiebungen lassen auf sich warten.

Immer wieder fordern Politiker eine schnellere Abschiebung von abgelehnten Asylbewerbern, doch dazu kommt es nicht. Wie die BILD berichtet, lebten Mitte des Jahres 2016 549.209 abgelehnte Asylbewerber in Deutschland. Fast jeder Zweite habe ein unbefristetes Aufenthaltsrecht, weil er sich hier eingelebt und nur noch wenig Bindung zum Heimatland habe, so die BILD.

Die meisten abgelehnten Asylbewerber kommen nach Informationen der Zeitung aus der Türkei, dem Kosovo und Serbien. Die Gründe für die fehlenden Abschiebungen sind unterschiedlich. Beispielsweise haben zahlreiche abgelehnte Asylbewerber keinen Pass mehr. Manche werden vorerst nicht abgeschoben, weil sie krank seien, ein krankes Familienmitglied in Deutschland pflegen würden oder die Lage im Heimatland unsicher sei.

In rund 107.400 Fällen könne keine Abschiebung durchgeführt werden, da in den entsprechenden Heimatländern keine funktionierenden Behörden mehr seien. So beispielsweise in Afghanistan und Syrien, berichtet die BILD. Einige Asylbewerber werden desweiteren nicht abgeschoben, da sie eine Ausbildung machen oder weil gegen sie ein Strafverfahren in Deutschland laufen würde. 

mt

Mehr zum Thema

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Italiens Präsident empfängt Außenminister Gentiloni

Die Lösung der Regierungskrise in Italien scheint zum Greifen nah: Der Staatspräsident trifft am Mittag den bisherigen Außenminister Gentiloni. Wird er der neue …
Italiens Präsident empfängt Außenminister Gentiloni

Istanbul: 38 Tote und viele Verletzte

Zahlreiche Tote und mehr als Hundert Verletzte - zwei schwere Anschläge erschüttern Istanbul. Ziel war offenbar die Polizei. Wer hinter der Tat steckt, bleibt weiter …
Istanbul: 38 Tote und viele Verletzte

Istanbul: Mindestens 29 Tote und viele Verletzte

Zahlreiche Tote und mehr als Hundert Verletzte - zwei schwere Anschläge erschüttern Istanbul. Ziel war offenbar die Polizei. Wer hinter der Tat steckt, bleibt weiter …
Istanbul: Mindestens 29 Tote und viele Verletzte

Mauteinnahme-Prognose: Rechnungshof skeptisch

Berlin (dpa) - Der Bundesrechnungshof ist skeptisch, ob die geplante Pkw-Maut die von Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) erhofften Einnahmen tatsächlich bringen …
Mauteinnahme-Prognose: Rechnungshof skeptisch

Kommentare