+
Die angeblichen Aufnahmen vom Ministerpräsidenten Erdogan landeten bei YouTube. Nun schlägt der Staat zurück.

Telefonate im Netz

Abhöraffäre in Türkei: 20 Polizisten festgenommen

Istanbul - Weil sie illegal Regierungsbeamte abgehört haben, sollen am Dienstag 20 Polizeibeamte festgenommen worden sein. Der Abhörskandal traf vor allem den Präsident Erdogan.

In der Türkei sind zwanzig Polizeibeamte unter dem Vorwurf festgenommen worden, illegal Regierungsbeamte abgehört zu haben. Das berichtete die Nachrichtenagentur Anadolu am Dienstag. Die Staatsanwaltschaft habe insgesamt 32 Haftbefehle ausgestellt.

In den vergangenen Monaten hatte es in der Abhörvorwürfe wiederholt Festnahmen gegeben. Einige der Festgenommenen nannten ihre Verhaftung politisch motiviert.

Der bisherige Ministerpräsident und künftige Präsident Recep Tayyip Erdogan war im Frühjahr durch illegal abgehörte und dann ins Netz gestellte Telefonate unter Korruptionsverdacht geraten. Die Regierung hatte daraufhin zahlreiche Polizisten und Staatsanwälte versetzt, die mit den Ermittlungen befasst waren. Erdogan wirft dem in den USA lebenden Prediger Fethullah Gülen vor, Polizei und Justiz unterwandert zu haben und die Regierung stürzen zu wollen. Gülen weist das zurück.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Achtklässlerin seit Jahren mit Nikab in der Schule

Belm - Vollverschleiert zum Schul-Unterricht zu erscheinen ist nach einem Gerichtsurteil verboten. Eine Achtklässlerin in Niedersachsen jedoch tut genau das - und zwar …
Achtklässlerin seit Jahren mit Nikab in der Schule

BKA plant Bundestrojaner fürs Handy

Berlin - Das Bundeskriminalamt (BKA) will einem Medienbericht zufolge künftig Smartphones und Tablets von Verdächtigen überwachen können.
BKA plant Bundestrojaner fürs Handy

CDU nahm unzulässige Spenden von Ex-Agent Mauss an

Mainz - Die CDU hat über eine Anwaltskanzlei Spenden von dritter Seite erhalten, mehrere zehntausend Euro. Zumindest über den Spender gibt es nun mehr Klarheit.
CDU nahm unzulässige Spenden von Ex-Agent Mauss an

AfD-Chef Holm soll gegen Landeswahlrecht verstoßen haben

Berlin/Schwerin - Dem Vorsitzenden der AfD-Landtagsfraktion von Mecklenburg-Vorpommern, Leif-Erik Holm, droht der Verlust seines Parlamentsmandats.
AfD-Chef Holm soll gegen Landeswahlrecht verstoßen haben

Kommentare