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Christian Ude kritisiert Ludwig Spaenle wegen seiner ablehnenden Haltung.

Kritik an Spaenle

Ude will Sitzenbleiben abschaffen

München - Nach der Abschaffung des Sitzenbleibens in mehreren Bundesländern verlangt SPD-Spitzenkandidat Christian Ude einen Verzicht auf das Wiederholen auch in Bayern.

„Ich habe es schon in meiner Schulzeit nicht begriffen, warum Mitschüler, die in einigen wenigen Fächern nicht mitkommen, alle Fächer wiederholen müssen“, sagte Ude am Montag in München. „Inzwischen ist herrschende Meinung auch in der pädagogischen Literatur, dass das Durchfallen unsinnig ist.“

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Ude kritisierte, dass Schulminister Ludwig Spaenle (CSU) sich bislang gegen eine Abschaffung des Sitzenbleibens wehrt: „Die Repetenten sind beklagenswerte Zeitgenossen und kein bildungspolitisches Aushängeschild“, spottete Ude. Spaenle hatte die geplante Abschaffung des Sitzenbleibens in Niedersachsen am Wochenende als „bildungspolitischen und pädagogischen Populismus“ bezeichnet.

Spaenle hat sich allerdings in den vergangenen Jahren selbst in eine SPD-ähnliche Richtung bewegt. So hatte er 2009 erklärt, leistungsschwache Kinder müssten bei Bedarf fünf Jahre in der Grundschule lernen dürfen, ohne dass das als Sitzenbleiben zählen sollte. Das geplante „freiwillige“ Intensivierungsjahr am G8 soll ebenfalls nicht als Sitzenbleiben zählen.

Münchens OB Christian Ude im Porträt

Münchens OB Christian Ude im Porträt

Für die Abschaffung des Sitzenbleibens in seiner klassischen Form hatte sich vor einem Jahr auch der Bayerische Philologenverband (bpv) ausgesprochen. Die Standesvertretung der Gymnasiallehrer steht den bildungspolitischen Forderungen der SPD ansonsten eher fern.

Prominente Sitzenbleiber

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dpa

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