Bei dem jüngsten Flüchtlingsdrama vor der italienischen Insel Lampedusa kamen vermutlich mehr als 330 Menschen ums Leben. Foto: IPasquale Claudio Montana Lampo
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Bei dem jüngsten Flüchtlingsdrama vor der italienischen Insel Lampedusa kamen vermutlich mehr als 330 Menschen ums Leben. Foto: IPasquale Claudio Montana Lampo

Ärzte ohne Grenzen: Grenzpolitik gefährdet Menschenleben

Berlin (dpa) - Die Organisation Ärzte ohne Grenzen hat nach der jüngsten Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer einen Kurswechsel in der EU-Migrationspolitik gefordert.

"Die restriktive Grenzpolitik der EU-Mitgliedstaaten lässt verzweifelten Flüchtlingen und Migranten keine andere Wahl, als die gefährliche Route über das Meer zu wählen", erklärte die Hilfsorganisation am Donnerstag in Berlin. Seit die italienische Mittelmeer-Rettungsoperation "Mare Nostrum" im vergangenen Jahr eingestellt worden sei, habe sich die Situation noch verschlimmert.

Das UN-Flüchtlingshilfswerk hatte am Mittwoch berichtet, vier Schlauchboote mit mehr als 400 Menschen an Bord seien auf dem Weg von Libyen nach Italien in Seenot geraten. Möglicherweise seien mehr als 330 Menschen ums Leben gekommen.

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