Frauen, Kinder und alte Menschen

Aktivisten: IS-Miliz lässt 270 von 400 Geiseln frei

Deir Essor - Wenige Tage nach der Verschleppung von 400 Zivilisten aus der ostsyrischen Stadt Deir Essor hat die Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS) Aktivisten zufolge 270 ihrer Geiseln wieder freigelassen.

Bei den am Dienstagabend freigelassenen Menschen handele es sich um Frauen, Kinder sowie alte Menschen, erklärte der Leiter der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, Rami Abdel Rahman, am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP.

Vor ihrer Freilassung seien sie intensiv zu Verbindungen zum Regime in Damaskus befragt worden. "Sie werden nicht in die Stadt Deir Essor zurückkehren, sondern unter den Stämmen in der Provinz verteilt", sagte Abdel Rahman. Auch die in der Gewalt des Islamischen Staat (IS) verbliebenen 130 Zivilisten sollten freikommen, wenn keine Verbindungen zur Regierung gefunden würden.

IS-Kämpfer hatten am Samstag eine Offensive auf die von der syrischen Armee kontrollierten Teile von Deir Essor gestartet. Nach Angaben der Beobachtungsstelle rückte der IS in den Norden der Stadt vor und eroberte den Vorort Al-Baghalijeh. Dabei seien nicht nur 400 Menschen verschleppt, sondern auch mindestens 135 Menschen getötet worden: 85 Zivilisten sowie rund 50 Regierungssoldaten und verbündete Kämpfer. Die meisten von ihnen wurden laut der Beobachtungsstelle hingerichtet.

Die oppositionsnahe Nichtregierungsorganisation mit Sitz in Großbritannien stützt sich auf ein dichtes Netz an Aktivisten und Ärzten in Syrien. Ihre Angaben sind für Medien oft kaum zu bestätigen.

AFP

Rubriklistenbild: © dpa/Symbolbild

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