Kobane
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Dunkler Rauch steigt nach den Luftangriffen nahe Kobane auf.

Erdogan fordert: Proteste beenden!

Aktivisten: IS-Vormarsch in Kobane gebremst

Kobane - Die Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS) hat sich laut Aktivisten in der Nacht zum Mittwoch aus Teilen der umkämpften nordsyrischen Grenzstadt Kobane zurückgezogen.

Kurdische Kämpfer hätten den Vormarsch der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in der syrischen Grenzstadt Kobane gebremst, hieß es. Nach Angaben der syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte gelang es den Milizionären, dschihadistische Kämpfer aus Straßenzügen im Osten der Ortschaft zu vertreiben.

Die kurdische Nachrichtenseite Welati vermeldete am Mittwoch, dass internationale Luftschläge sowie die kurdische Gegenwehr die sunnitischen IS-Extremisten zum Rückzug an den östlichen Stadtrand gezwungen hätten. Ein Sprecher der kurdischen Volksschutzeinheiten (YPG) sprach auf dpa-Anfrage von einer „Gegenoffensive“ der Kurden.

Internationale Militärallianz greift erneut Ziele nahe Kobane an

Die von den USA geführte internationale Militärallianz hat am Mittwoch erneut einen Luftangriff gegen die Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS) nahe der umkämpften syrischen Grenzstadt Kobane geflogen. Eine AFP-Reporterin vor Ort beobachtete, wie nach dem Angriff dicker schwarzer Rauch aus den Hügeln östlich der Kurdenstadt aufstieg. Luftangriffe gab es laut kurdischen Medien auch auf Stützpunkte der Terrormiliz auf dem strategischen wichtigen Hügel von Mischtanur. Dabei seien auch Waffendepots zerstört worden. Im Südwesten der Stadt Kobane hätten Dschihadisten hingegen einige Gebäude übernommen.

Nach wochenlangen Kämpfen waren IS-Dschihadisten am Montag in die für Kurden strategisch und symbolisch wichtige Grenzstadt Kobane (Arabisch: Ain al-Arab) eingedrungen. Rund 185.000 Menschen sind seit Beginn der Gefechte aus der Region in die nahe gelegene Türkei geflohen.

14 Menschen tot - Türkei fordert Ende gewalttätiger Kobane-Proteste

Die türkische Regierung hat zu einem sofortigen Ende der gewalttätigen Demonstrationen im Zusammenhang mit der syrisch-kurdischen Stadt Kobane in der Türkei aufgerufen. „Wir werden keine Toleranz gegenüber gewalttätigen Protesten oder Vandalismus zeigen“, sagte der stellvertretende Ministerpräsident Yalcin Akdogan nach Angaben der Nachrichtenagentur Anadolu.

In der Nacht zum Mittwoch war es in der Türkei zu den bislang schwersten Zusammenstößen bei Demonstrationen für den Schutz Kobanes gekommen. Insgesamt kosteten die Proteste seit Dienstag mindestens 14 Menschen in der Türkei das Leben. Die meisten davon starben bei Zusammenstößen zwischen Islamisten und Anhängern der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK.

Akdogan wies Vorwürfe von Seiten der Demonstranten über mangelndes Engagement der Türkei zum Schutz von Kobane als „große Lüge“ zurück. In Kobane kämpfen kurdische Volksschutzeinheiten gegen die Terrormiliz IS. Die türkische Regierung greift in die Kämpfe direkt hinter der Grenze bislang nicht militärisch ein.

Ankara engagiert sich vor allem humanitär. Seit Beginn der Kämpfe um Kobane Mitte vergangenen Monats hat die Türkei nach offiziellen Angaben mehr als 180.000 syrische Flüchtlinge aufgenommen.

afp/dpa

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