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Asimo zeigt Angela Merkel, wie gut er Fußball spielen kann.

Kanzlerin auf Japan-Reise

Roboter Asimo schleimt sich bei Merkel ein

Tokio - Zu Beginn ihrer Japanreise hat Angela Merkel Bekanntschaft mit dem Roboter Asimo gemacht. Der schleimte sich sich bei der Kanzlerin ein und präsentierte sein fußballerisches Können.

Bundeskanzlerin Angela Merkel ist seit in Japan. Zu Beginn ihrer Reise hat sie das Zukunftsmuseum „Miraikan“ in Tokio besucht und dort Bekanntschaft mit dem kleinen Roboter Asimo gemacht. 

Mit einem Handschlag für Angela Merkel (hier mit dem Leiter des Museums für Zukunftsorientierte Wissenschaft, Mamoru Mohri) tut sich Asimo schwer.

Er habe gehört, sie möge Fußball, sagt er keck mit heller Stimme. Und nun will der Knirps Angela Merkel zeigen, wie toll er schießen kann. Diese bringt sich zaghaft in Stellung. Doch Museumsdirektor Mamoru Mohri hält Merkel am imaginären Spielfeldrand zurück. Asimo schießt direkt auf die Journalisten. Merkel applaudiert. Zur Verabschiedung will sie ihm die Hand geben. Doch darauf ist der Kleine nicht vorbereitet. Er ist ein Roboter.

Gleich zum Auftakt ihres Kurzbesuches in Tokio steuert Merkel das Museum für Zukunftsorientierte Wissenschaft und Innovation an. Eintauchen in die Zukunft. Kaum ein anderes Land entwickelt mit einer solchen Leidenschaft wie Japan Roboter. Auch Empfangsdamen für Hotels und Robben als Gesellschaftstiere für alte oder pflegebdürftige Menschen werden in der Ausstellung präsentiert.

Merkel bei Kaiser Akihito in Tokio

Anschließend ist Angela Merkel vom japanischen Kaiser Akihito zu einer Audienz in seinem Palast empfangen worden. Es wird erwartet, dass sie über Themen sprechen, die beim G7-Gipfel unter deutscher Präsidentschaft im Juni in Bayern aufgerufen werden: Klimaschutz, Gesundheit, Sicherheit und Kriege.

Akihito hatte Merkel bereits bei ihrem ersten Besuch als Kanzlerin 2007 empfangen. Schon da ging es um Klimawandel und erneuerbare Energien. Der Kaiser hatte damals etwas länger als die für eine solche Audienz üblichen 20 Minuten mit Merkel gesprochen.

Merkel ermutigt Japan zu Auseinandersetzung mit Kriegsvergangenheit

Merkel hat Japan ermutigt, sich mit seiner Kriegsvergangenheit offen auseinanderzusetzen. Dabei ging sie in Tokio nicht auf die Kritik von Nachbarstaaten wie China ein, Japan bekenne sich nicht ausreichend seiner Schuld im Zweiten Weltkrieg.

Stattdessen schilderte sie die deutsche Vergangenheitsbewältigung. Den japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe wollte sie später am Vormittag treffen.

"Es gab eine große Bereitschaft in Deutschland, die Dinge beim Namen zu nennen", sagte sie in einer Diskussion mit Professoren und Studenten der Stiftung der liberalen Tageszeitung "Asahi Shimbun". Allerdings wäre die Wiederannäherung in Europa nicht möglich gewesen ohne die "großen Gesten" und die Bereitschaft zur Versöhnung der von Deutschland überfallenen Staaten, betonte Merkel.

"Es gab großartige Persönlichkeiten, die sagten: Wir gehen ein Stück aufeinander zu." Sie hob dabei speziell Frankreich hervor. "Deutschland hatte das große Glück, dass wir wieder aufgenommen wurden in die Gemeinschaft der Völker."

Merkel legte Wert darauf, dass sie als deutsche Kanzlerin Japan keine Ratschläge geben wolle. Hinweise von außen führten oft dazu, dass es einer Bevölkerung noch schwerer falle, etwas zu akzeptieren, sagte die CDU-Vorsitzende. "Das muss aus der Gesellschaft kommen."

China hatte Japan erst am Vortag erneut aufgefordert, sich ehrlich seiner Kriegsvergangenheit zu stellen. "Vor 70 Jahren hat Japan den Krieg verloren. 70 Jahre später sollte es nicht sein Gewissen verlieren", sagte der chinesische Außenminister Wang Yi am Sonntag.

Merkel erinnerte an den im Januar gestorbenen Altbundespräsidenten Richard von Weizsäcker, der in einer historischen Rede das Ende des Zweiten Weltkriegs als einen Tag der Befreiung für Deutschland von der Barbarei des Nationalsozialismus beschrieben hatte.

Merkel sagte auch mit Blick auf bevorstehende Feierlichkeiten zum 70. Jahrestag des Kriegsendes, es werde nie in Vergessenheit geraten, dass ihrem Land die Hand gereicht und Vertrauen entgegengebracht wurde. Dabei habe Deutschland Leid über die Welt gebracht und mit dem Holocaust einen Zivilisationsbruch zu verantworten. "Nur so konnte der Weg zurück in die Weltgemeinschaft gelingen", hob die Kanzlerin hervor.

dpa

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