Angela Merkel Kopftuch ARD
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Für viele ein unerträglicher Anblick, das geht zumindest aus der heftigen Kritik hervor: Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel im Kopftuch. 

Nach ARD-Montage

Merkel mit Kopftuch: So stürmt es im Netz

Berlin - Mit einer Fotomontage von Angela Merkel mit Kopftuch hat die ARD-Sendung "Bericht aus Berlin" einen Sturm der Entrüstung im Netz ausgelöst.  So reagieren die User im Netz.

Update vom 7. Oktober: Wird die Kopftuch-Fotomontage am Mittwochabend auch bei Anne Will in der ARD diskutiert? Kanzlerin Angela Merkel stellt sich - als einziger Gast - den Fragen der Talkmasterin. Redet Angela Merkel bei Anne Will zum Thema Flüchtlinge Klartext?   

Hier geht's zum Ticker.

Merkel mit Kopftuch: So stürmt es im Netz

Provokation gelungen? Absolut! Mit der Fotomontage von Angela Merkel mit Kopf hat die ARD-Sendung "Bericht aus Berlin" für mächtig Wirbel im Netz gesorgt. Es hagelt wütende Proteste - gegen die Montage, gegen die ARD, gegen Merkel und gegen deren Flüchtlingspolitik. Manche sehen in der Montage anti-islamische Propaganda. Darüber berichtet auch der Guardian. Und selbst in Sydney wird die Montage in den Medien diskutiert.

Hier eine Auswahl an Kommentaren:

Die ZDF "HeuteShow" witzelt über die ARD-Fotomontage.

User acker_mann twittert: "der gestrige #BerichtausBerlin war ein Skandal! @ARD_BaB Die Nachrichtenredaktion der ARD entblößt ihre latente "Das Boot ist voll" Haltung." Verwundert ist auch Twitterer Sebastian Feltel: "Hab ich grad richtig gesehen? @ARD_BaB verwendet ähnliche Bilder wie #Pegida und #Legida. #Merkel mit Hidschab? Was soll so was?"

Merkur-Leser wolfibarli kommentiert: "Wollte die ARD damit andeuten, dass Deutschland von einer Karrikatur geleitet wird?"

Bei der tz kommentiert mausi: "Mutige Sendung von einem altbackenen Sender ... ich ziehe den Hut!" Bei Twitter äußert sich Lernbegleiterin empört: "Wütend über #BerichtausBerlin. Ein Schlag ins Gesicht für all jene,die bei Integration politisch bildend tätig sind. #refugeeswelcome".

Im Zusammenhang mit der Sendung äußern viele Kritik an Merkels Flüchtlingspolitik und fordern Konsequenzen bei den nächsten Wahlen. "Die CSU steht immer noch hinter Merkel. DA hilft das ganze Gejaule und Gebrülle vom Seehofer in Bayern nichts!!! Solange die CSU an der Regierung ist, solange sind sie, die CSU, MITSCHULDIG!!! Es muss ENDLICH Konsequenzen geben. Nach wie vor KUSCHT doch die CSU in BERLIN, schreibt User downtown. Und Gast findet: "Die nächste Wahl kommt bestimmt und dann kommt das große Erwachen. Ich vermute einen Rechtsruck. Dann wird die ganze arrogante Riege sehen, dass es sehr wohl rechts von der CDU/CSU Parteien gibt und dann kommt das große Analysieren und Spekulieren wieso, weshalb hat das Pack so gewählt, werden aber nie die Schuld eingestehen ,dass ihre desaströse Flüchtlingspolitik Schuld hat."

Leserin Federike setzt auf die SPD: "Bleibt nur noch die SPD. Hoffentlich weiß sie, was sie ihren Wählern, den Arbeitern, den kleinen Angestellten und dem kleinen Mann schuldig ist. Es sind ihre Wähler die die Zeche für dieses Abenteuer zahlen müssen. Zeigt Kante."

Ausführlich bezieht packmas Stellung: "Mir gefällt das Bild sehr gut, zeigt es doch genau die gesellschaftliche Diskussion die wir jetzt in Deutschland jetzt brauchen. Wie nehmen viele Kriegsflüchtlinge auf, geben ihnen ein Dach über dem Kopf, Essen, Kleidung, und viele Freiwillige helfen wo es geht. Das ist gut so, und wir können ein Stück weit auch stolz darauf sein, dass heute so etwas in Deutschland möglich, ja sogar selbstverständlich ist. Das Mindeste was wir als tolerante aber auch selbstbewusste Gesellschaft im Gegenzug von diesen Flüchtlingen erwarten können, was wir sogar von Ihnen fordern müssen, ist, dass sie sich an die Regeln unserer freien, offenen und toleranten Gesellschaft anpassen. Und dazu gehören eben auch die Gleichberechtigung von Mann und Frau, die Toleranz gegenüber allen Religionen, Homosexualität, politischen Haltungen und die Trennung von Kirche und Staat. Vielen, wenn auch bei weitem nicht allen, der eingewanderten Muslime sind diese Ansichten fremd. Ihnen gegenüber müssen wir unsere Werte selbstbewusst und offensiv vertreten. Wenn wir das nicht tun wird sich dieses Land durch die vielen Millionen Einwanderer, die wir in den nächsten Monaten und Jahren erwarten können, stark verändern - und nicht zum Guten."

Und Leser "Bravo" spitzt die Debatte im Netz folgendermaßen zu: "Das ist hier ja mal wieder eine richtige Müllkippe auf der alle Rassisten ihren Frust abladen können."

Der Sender bezog per Facebook Stellung zu der Sache. Die Sendung können Sie sich in der ARD-Mediathek ansehen.

Ute Wessels

Ute Wessels

E-Mail:info@merkur.de

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