Der NSA-Enthüller Edward Snowden winkt während der Verleihung der Carl-von-Ossietzky-Medaille 2014 der Internationalen Liga für Menschenrechte dem Publikum zu. Foto: Wolfgang Kumm/Archiv
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Der NSA-Enthüller Edward Snowden winkt während der Verleihung der Carl-von-Ossietzky-Medaille 2014 der Internationalen Liga für Menschenrechte dem Publikum zu. Foto: Wolfgang Kumm/Archiv

Anwalt: Snowden würde gerne in die USA zurückkehren

Moskau (dpa) - Der frühere US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden (31) würde seinem russischen Anwalt zufolge gerne in seine Heimat zurückkehren.

"Wir tun alles nur Mögliche, um diese Frage zu lösen", sagte Anatoli Kutscherena am Dienstag der Agentur Interfax zufolge in Moskau. Russische und US-Anwälte seien dabei, "juristische Fragen zu klären".

Snowden hatte die Überwachungspraktiken des US-Geheimdienstes NSA enthüllt. Er lebt seit Juni 2013 nach einer wochenlangen Zitterpartie auf dem Moskauer Flughafen Scheremetjewo dauerhaft in der russischen Hauptstadt. Im Sommer 2014 erhielt er eine Aufenthaltsgenehmigung für drei Jahre. Der Fall belastet die ohnehin gespannten russisch-amerikanischen Beziehungen.

Snowden passe sich mehr und mehr an das Leben in Russland an und mache Fortschritte im Erlernen der Landessprache, sagte Kutscherena. Der IT-Experte gehe einkaufen, ins Museum oder Theater und reise auch. "Er ist ein freier Mensch", meinte der Anwalt.

Russischen Gesetzen zufolge hat Snowden das Recht, bis zu drei Monate ins Ausland zu reisen und dann nach Russland zurückzukehren. Nach insgesamt fünf Jahren habe er zudem die Möglichkeit, die russische Staatsbürgerschaft zu beantragen, hieß es.

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