+
Vertreter von Süd- und Nordkorea konnten in einer Marathonverhandlung eine militärische Eskalation des Konflikts verhindern. 

Am Boden und auf See

Anzeichen auf Deeskalation in Nordkorea

Seoul - Nach dramatischer Zuspitzung der Ereignisse sehen die USA und Südkorea Zeichen der Entspannung. Sowohl Nord- als auch Südkorea reduzieren ihre Kampfbereitschaft.  

Nach der Einigung zwischen Nord- und Südkorea auf eine Entspannung der jüngsten Krise sehen Südkorea und die USA Anzeichen für eine militärische Deeskalation im Norden. So sei etwa ein Großteil der am Wochenende stationierten nordkoreanischen U-Bootflotte "wieder aufgetaucht", teilte das Verteidigungsministerium in Seoul am Mittwoch mit. Während der Norden seine Kampfbereitschaft reduziere, passe auch der Süden seine Verteidigungshaltung entsprechend an.

Der Konflikt zwischen Nord- und Südkorea hatte sich zuletzt dramatisch zugespitzt, nachdem bei der Explosion einer Landmine in der Grenzregion zwei Mitglieder einer südkoreanischen Patrouille schwer verletzt worden waren. Seoul machte Pjöngjang für den Vorfall verantwortlich und verlangte eine Entschuldigung. Nordkorea wiederum hatte dem Süden eine Frist gesetzt, um die Beschallung mit Propaganda einzustellen, die Seoul als Vergeltung nach mehr als zehnjähriger Pause wieder aufgenommen hatte. In Marathonverhandlungen wendeten beide Seiten schließlich eine militärische Konfrontation ab.

Auch das US-Verteidigungsministerium teilte mit, es sei eine Entspannung hinsichtlich der Alarmbereitschaft der nordkoreanischen Truppen zu beobachten. "Wir sehen einige Bemühungen zur Deeskalation, sowohl am Boden als auch auf See", sagte ein Pentagon-Sprecher. Dies bedeute nicht, dass der Normalzustand wieder erreicht sei, aber die Situation habe sich verbessert.

afp

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Trump holt sich im Bundesstaat Washington weitere Delegierte

Seattle (dpa) - Der republikanische Präsidentschaftsbewerber Donald Trump hat sich bei einer Vorwahl im US-Bundesstaat Washington weitere Delegierte für den Parteitag im …
Trump holt sich im Bundesstaat Washington weitere Delegierte

CSU-Vize Weber: "Wer eine Religion infrage stellt, betreibt Hetze"

München - Im Interview zeigt sich der Chef der konservativen EVP-Fraktion Manfred Weber tief besorgt über die Zukunft der EU – und rät seiner Partei CSU zu einem anderen …
CSU-Vize Weber: "Wer eine Religion infrage stellt, betreibt Hetze"

Pro Asyl kritisiert Integrationsgesetz als "desintegrativ"

"Fördern und fordern" nennt es die Regierung. Kritiker finden die Pläne dagegen fragwürdig und falsch. Das Integrationsgesetz, das im Kabinett auf der Tagesordnung …
Pro Asyl kritisiert Integrationsgesetz als "desintegrativ"

Amnesty: EU-Staaten liefern weiter Waffen nach Ägypten

Berlin (dpa) - Der Lieferstopp der EU für Waffen und Munition nach Ägypten wird von fast der Hälfte der EU-Mitglieder ignoriert, darunter auch Deutschland. Nach einem …
Amnesty: EU-Staaten liefern weiter Waffen nach Ägypten

Kommentare