+
Nach der Sicherheitskonferenz sollte es in Syrien eigentlich eine Feuerpause geben. 

Bürgerkrieg tobt weiter

Assad schließt baldige Feuerpause in Syrien aus

Damaskus - Syriens Machthaber Baschar al-Assad hat einer schnellen Waffenruhe im syrischen Bürgerkrieg eine Absage erteilt.

„Jetzt sagen sie, dass sie eine Feuerpause innerhalb von einer Woche wollen“, erklärte Assad am Montag nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Sana in einer Rede vor Juristen in Damaskus. „Gut, aber wer kann alle diese (gestellten) Bedingungen und Anforderungen in einer Woche zusammenfügen? Niemand.“

Der Westen spreche nur dann über eine Feuerpause, wenn „die Bewaffneten litten und (ihre) Niederlagen beginnen“, sagte Assad weiter. Er beschuldigte den Westen, die Türkei und Saudi-Arabien, den Terrorismus zu unterstützen. Jeder sei ein Terrorist, der die Waffen gegen den syrischen Staat und sein Volk erhebe. Dem in der saudischen Hauptstadt ansässigen Hohen Verhandlungskomitee (HNC) der Opposition warf der Präsident vor, eine „Mischung aus Verrätern und Terroristen“ zu sein.

Die USA, Russland und die beteiligten Regionalmächte hatten sich Ende vergangener Woche auf einen Waffenstillstand für Syrien geeinigt, der innerhalb von einer Woche beginnen soll.

Unterdessen konnten kurdische Kämpfer nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte die von Rebellen gehaltene Stadt Tel Rifaat im Norden der Provinz Aleppo einnehmen. Sie seien dabei einerseits von russischen Luftangriffen unterstützt und andererseits von türkischer Artillerie beschossen worden. Die Türkei hatte die Kurden vor einem weiteren Vormarsch in Nordsyrien gewarnt.

dpa

Meistgelesene Artikel

Jens Spahn: "Wenn wir weiter so streiten, verlieren wir Wähler"

München - "CDU und CSU müssen aufpassen, nicht einen Streit zu kultivieren, bei dem es  nur noch ums Rechthaben geht". Diese klaren Worte sagt CDU-Präsidiumsmitglied …
Jens Spahn: "Wenn wir weiter so streiten, verlieren wir Wähler"

IS in Nordsyrien: Zehntausende eingeschlossen

Aleppo - Die Rebellen im Norden Syriens geraten immer mehr unter Druck. Jetzt rückt der IS gegen die gemäßigteren Regimegegner vor. Helfer sorgen sich um das Leben von …
IS in Nordsyrien: Zehntausende eingeschlossen

Neue Schlagstöcke für Bayerns Polizisten

München - Bayerische Polizisten sollen ab 2017 mit einer zusätzlichen Waffe ausgerüstet werden. Innenminister Joachim Herrmann (CSU) wird dem Kabinett vorschlagen, rund …
Neue Schlagstöcke für Bayerns Polizisten

Silvester-Skandal: Kraft gibt eidesstattliche Erklärung ab

Düsseldorf - Hat die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin wider besseres Wissen zu spät auf den Silvester-Horror in Köln reagiert? Hannelore Kraft reagiert mit …
Silvester-Skandal: Kraft gibt eidesstattliche Erklärung ab

Kommentare