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Die Feuerwehr löscht den Brand in einer Sporthalle in Nauen, Archivbild vom 25. August 2015.

Polizei ermittelt

Asylbewerberheim in Nauen brennt: War es Absicht?

Nauen - Die Polizei ermittelt im brandenburgischen Nauen, ob eine Flüchtlingsunterkunft absichtlich in Brand gesteckt worden war. Es wäre nicht das erste Mal.

Ein verbranntes Stück Holz auf dem Gelände einer geplanten Flüchtlingsunterkunft hat im brandenburgischen Nauen die Polizei auf den Plan gerufen. Die Ermittler haben derzeit jedoch keine Hinweise auf einen fremdenfeindlichen Hintergrund. „Wir gehen derzeit nicht von einem versuchten Brandanschlag aus“, sagte eine Sprecherin der zuständigen Polizeidirektion West am Donnerstag. „Uns fehlen dazu konkrete Hinweise.“

Die verrußte Leiste war am Mittwoch in der Nähe einer Traglufthalle gefunden worden. Sie lag etwa 10 Meter von einem Absperrzaun entfernt, zur Traglufthalle waren noch 14 Meter Distanz.

Möglicherweise könne der Fund auch mit Bauarbeiten auf dem Gelände zusammenhängen, sagte die Sprecherin. „Zum Umstand, wie lange die Leiste dort lag und wie sie dort hingelangt ist, liegen derzeit keine Erkenntnisse vor. Nach ersten Ermittlungen erscheint die Leiste - auch aufgrund der Entfernung zur Traglufthalle - aber nicht geeignet, einen Schaden an der Halle hervorrufen zu können.“

Die Polizeisprecherin betonte: „Wir spielen das nicht herunter.“ Die Polizei sei sensibilisiert.

Ein Brandanschlag im August 2015 

Ende August 2015 hatte es in Nauen einen Anschlag auf eine geplante Flüchtlingsunterkunft in einer Turnhalle gegeben. Dabei war die Sporthalle einer Schule niedergebrannt, in der wenig später hunderte Asylbewerber einziehen sollten. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen eine organisierte Gruppe von Rechtsextremen, darunter auch einen örtlichen NPD-Politiker.

Brandanschlag in Nauen 2015

AFP

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