Eine Gruppe von Männern wartet auf der griechischen Insel Lesbos auf die Registrierung durch die Behörden. Foto: Socrates Baltagiannis
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Eine Gruppe von Männern wartet auf der griechischen Insel Lesbos auf die Registrierung durch die Behörden. Foto: Socrates Baltagiannis

Athen: Nun kommen auch Migranten aus Marokko und Algerien

Athen (dpa) - Die griechischen Behörden machen neben den Kriegsflüchtlingen aus Staaten wie Syrien immer mehr Migranten aus Marokko und Algerien aus.

"Wir haben ein neues Phänomen: Marokkaner und Algerier (...) kommen in großen Zahlen", sagte der für Migration zuständige griechische Vizeminister Ioannis Mouzalas der Athener Zeitung "Eleftheros Typos". Sie setzten aus der Türkei über.

Diese Menschen müssten unbedingt in ihre Heimat zurückgeschickt werden, damit nicht noch mehr Migranten über die Türkei nach Europa kommen, forderte Mouzalas. Insgesamt kämen trotz schlechten Wetters täglich aus der Türkei mehr als 4000 Migranten und Flüchtlinge nach Griechenland.

Kritik, Griechenland könne seine Grenzen nicht kontrollieren, wies Mouzalas zurück. "Landesgrenzen kann man wunderbar kontrollieren. Im Meer, wenn ein Boot sinkt, hat man keine andere Wahl als die Menschen zu retten", sagte Mouzalas der Zeitung weiter. Die Türkei unternehme zu wenig, um die Menschen zu stoppen.

Das UN-Hilfswerk UNHCR veröffentlichte unterdessen die Gesamtzahl der Migranten, die 2015 über die Ägäis nach Europa kamen. Es waren 851 319 Menschen. 28 Prozent davon waren Kinder. 57 Prozent dieser Flüchtlinge kamen aus Syrien. 24 Prozent aus Afghanistan. Im Dezember 2015 kamen mehr als 103 000 Menschen. Fast genau so viele wie im August 2015 (107 843).

UNHCR

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