Flüchtlinge in der Ägäis
+
Flüchtlinge in der Ägäis

Neueste Entwicklungen der Flüchtlingszahlen

Ist besseres Wetter der Grund? Mehr Flüchtlinge in Ägäis

Athen - Starker Flüchtlingszustrom in den letzten 24 Stunden: Erneut erreichen deutlich mehr Flüchtlinge Griechenland. Ein Grund für die rückläufigen Zahlen war unter anderem das stürmische Wetter.

Der Flüchtlingszustrom über die Ägäis hat in den vergangenen 24 Stunden deutlich zugenommen. Insgesamt setzten 766 Migranten aus der Türkei zu den griechischen Inseln über. Dies teilte der griechische Stab für die Flüchtlingskrise am Mittwoch mit. Am Dienstag und Montag waren jeweils 192 und 232 Menschen angekommen. Am 27. März hatten nur 73 Migranten übergesetzt.

In den kommenden Tagen soll die Rückführung von Migranten im Rahmen des EU-Türkei-Flüchtlingspaktesbeginnen. Die Migranten auf Lesbos protestieren bereits gegen ihre mögliche Abschiebung. „Tötet uns hier, aber schickt uns nicht in die Türkei zurück“, hieß es auf Transparenten am Zaun des Internierungslagers beim Dorf Moria, wie das griechische Fernsehen berichtete.

Türkei bereitet Ankunft von Flüchtlingen aus Griechenland vor

Die Türkei bereitet sich auf die Rückkehr von tausenden Flüchtlingen aus Griechenland ab kommender Woche vor. Wie die Zeitung "Habertürk" am Mittwoch meldete, will das türkische Ausländeramt in der Nähe des Küstenortes Dikili an der Ägäis ein Registrierungszentrum für die Rückkehrer einrichten. Dikili liegt gegenüber der griechischen Ägäis-Insel Lesbos, dem Hauptziel vieler Flüchtlinge, die über die Türkei in die EU wollen.

Nach der Vereinbarung zwischen der EU und der Türkei von Mitte März soll die Türkei vom 4. April an alle Flüchtlinge zurücknehmen, die seit dem 20. März über ihr Territorium irregulär nach Griechenland gelangt sind. Im Gegenzug will die EU bis zu 72.000 syrische Flüchtlinge aus türkischen Auffanglagern aufnehmen. Türkische Beamte waren bereits vergangene Woche nach Griechenland gereist, um die Rücknahme der Flüchtlinge vorzubereiten. Die Menschen sollen mit Fährschiffen in die Türkei gebracht werden.

Laut "Habertürk" betonen die türkischen Behörden, dass in Dikili kein neues Flüchtlingslager entstehen soll. In dem Zentrum würden die Menschen lediglich registriert und anschließend auf die 26 bestehenden Lager verteilt, die sich vor allem in der Nähe der syrischen Grenze befinden.

Alle Flüchtlinge sollen demnach ein vorübergehendes Bleiberecht in der Türkei erhalten. Menschen, die nicht in ein Flüchtlingslager wollen, können sich eine Wohnung suchen. Der Zeitung zufolge sorgen sich die Bewohner von Dikili, dass sich in der Gegend bald zehntausende Flüchtlinge niederlassen könnten. Die türkische Nachrichtenagentur Anadolu meldete, seit Abschluss der europäisch-türkischen Vereinbarung wählten wesentlich weniger Flüchtlinge den Weg über die Ägäis nach Griechenland. Am 18. und 19. März, den letzten beiden Tagen vor dem Inkrafttreten der Brüsseler Vereinbarung, seien fast 2000 Flüchtlinge an der türkischen Ägäis-Küste aufgegriffen und an der Reise nach Griechenland gehindert worden. In der Woche vom 20. bis zum 27. März seien es dagegen insgesamt nur 795 Menschen gewesen.

dpa/afp

Meistgelesene Artikel

Seehofer zu Erbschaftsteuer: Arbeitsplätze nicht belasten

München (dpa) - Kurz vor dem nächsten Koalitionstreffen zur Reform der Erbschaftsteuer sind die Einigungschancen ungewiss. CSU-Chef Horst Seehofer bekräftigte am Montag …
Seehofer zu Erbschaftsteuer: Arbeitsplätze nicht belasten

Merkel: Gauland-Äußerung ist "niederträchtig"

München - Kanzlerin Angela Merkel und CSU-Chef Horst Seehofer haben AfD-Vize Alexander Gauland wegen dessen umstrittener Äußerung über den deutschen Fußball-Weltmeister …
Merkel: Gauland-Äußerung ist "niederträchtig"

Teheran: Saudi-Arabien hat Iranern Pilgerfahrt blockiert

Teheran - Der Iran hat Saudi-Arabien vorgeworfen, Zehntausenden Iranern mit inakzeptablen Bedingungen die Pilgerfahrt nach Mekka (Hadsch) in diesem Jahr zu erschweren.
Teheran: Saudi-Arabien hat Iranern Pilgerfahrt blockiert

Ministerium will neue Regeln für Digitalwirtschaft

Konzerne wie Facebook, Apple, Google, AirBnB, Uber, Amazon oder Zalando verändern mit ihren digitalen Plattformen die Wirtschaft grundlegend. Nun macht sich die …
Ministerium will neue Regeln für Digitalwirtschaft

Kommentare