Schwerwasserreaktor
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Der iranische Schwerwasserreaktor Arak.

Atomstreit

USA verschärfen Sanktionen gegen Iran

Nachdem der Iran begonnen hat, einen Schwerwasserreaktor umzubauen, haben die USA zusätzliche Sanktionen gegen das Land verhängt, das zur Atommacht werden will.

Die Strafmaßnahmen betreffen 25 Personen und Körperschaften, die an der Entwicklung der iranischen Raketen- und Atomprogramme, an Bemühungen zur Umgehung internationaler Sanktionen sowie an der "Unterstützung des Terrorismus in der Region" beteiligt sein sollen, wie das US-Finanzministerium am Freitag mitteilte. Darunter seien Reedereien, Ölfirmen, Banken und eine Fluggesellschaft. Das Weiße Haus versicherte zugleich, dass Washington sich weiterhin für eine Verhandlungslösung im Atomstreit mit Teheran einsetzen werde.

Die fünf UN-Vetomächte und Deutschland verhandeln mit dem Iran über ein dauerhaftes Abkommen, das dem Land die friedliche Nutzung der Kernkraft erlauben, ihm zugleich aber die Möglichkeit zur Entwicklung von Atomwaffen nehmen soll. Im Gegenzug für Zugeständnisse insbesondere bei der Urananreicherung will der Westen die verhängten Sanktionen aufheben.

Am Donnerstag hatte die iranische Atomenergiebehörde mitgeteilt, dass der Umbau des Schwerwasserreaktors Arak begonnen habe. Die Anlage ist einer der Hauptpunkte im Streit um das iranische Atomprogramm. Während Teheran versichert, der Reaktor diene vor allem medizinischen Forschungszwecken, vermuten Israel und westliche Staaten, dass mit Plutonium aus Arak Atomwaffen hergestellt werden sollen.

afp

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