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"Verbrannt"? Baden-württembergisches CDU-Fraktionschef Guido Wolf verlor die Wahl gegen die Grünen unter Winfried Kretschmann.

Baden-Württembergs Fraktionschef soll zurücktreten

Immer mehr aus der CDU wollen Spitzenkandidat Wolf loswerden

Stuttgart - Der baden-württembergische CDU-Fraktionschef Guido Wolf gerät nach dem schlechten Ergebnis seiner Partei bei der Landtagswahl zunehmend unter Druck.

In der eigenen Partei mehren sich Stimmen, die seinen Rücktritt fordern. Der CDU-Spitzenkandidat sei „verbrannt“, sagte etwa der Kreisverbandsvorsitzende des Neckar-Odenwalds, Ehrenfried Scheuermann, den „Stuttgarter Nachrichten“. „Da geht nichts mehr, deshalb muss er jetzt die Konsequenzen ziehen und zurücktreten.“

Für Wolfs Auftritt "geschämt"

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Kai Whittaker sagte den „Badischen Neusten Nachrichten“, er habe sich für Wolfs Auftritt nach der Landtagswahl „geschämt“. „Ich hätte mir am Wahlsonntag gewünscht, dass man nicht nur von Demut spricht, sondern sie auch lebt.“ Die Frauenunion Baden-Württemberg verlangte, die CDU müsse aufhören, personell einfach „so weiterzumachen wie bisher“. Bei einer möglichen Regierungsbeteiligung müsse das höchste von der CDU zu besetzende Amt einer Frau anvertraut werden, zugleich sollten 50 Prozent der Regierungsämter mit Frauen besetzt werden.

Wolf: "Bekomme unheimlich viel Zustimmung

Wolf denkt nach eigener Aussage jedoch nicht an Rücktritt. „Ich bin ein Mensch, der zur Selbstkritik fähig ist. Aber ich bekomme auch unheimlich viel Zustimmung“, sagte er am Freitagabend in Stuttgart. Wolf verwies darauf, dass die CDU-Fraktion ihn am Dienstag mit klarem Votum als Vorsitzenden wiedergewählt hat. Damit habe sie ihm das Mandat erteilt - auch für die nun anstehenden Verhandlungen über eine mögliche Regierungsbildung mit den Grünen.

dpa

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