+
Barack Obama.

Zwei Schwarze getötet

Obama: Tod durch Polizeigewalt ist "ernsthaftes Problem"

Louisiana - Nach dem Tod von zwei Schwarzen durch Polizeikugeln in den USA hat Präsident Barack Obama die tödliche Polizeigewalt als "ernsthaftes Problem" bezeichnet.

Dieses Problem innerhalb der US-Gesellschaft beim Namen zu nennen widerspreche auch nicht dem "Respekt" und der "Anerkennung" gegenüber der Mehrheit der Beamten, die täglich ihr Leben aufs Spiel setzten, erklärte Obama am Donnerstag.

Zuvor waren innerhalb von weniger als 48 Stunden in den USA zwei Schwarze durch Polizeischüsse getötet worden. Am Mittwoch wurde der 32-jährige Philando Castile während einer Polizeikontrolle im Bundesstaat Minnesota erschossen. Seine Freundin nahm die schockierenden Momente mit dem Handy auf. Im Staat Louisiana wurde der 37-jährige Alton Sterling von der Polizei durch Schüsse in die Brust getötet.

Obama erklärte dazu auf seiner Facebook-Seite, derlei Tragödien seien in der Vergangenheit "viel zu oft" vorgekommen und alle US-Bürger sollten angesichts dessen "zutiefst beunruhigt" sein. Es handle sich dabei auch nicht um "isolierte Einzelfälle", sondern sie seien unter anderem Ausdruck des "fehlenden Vertrauens" zwischen den Behörden und den Bürgern.

Zu den Vorfällen in Minnesota und Louisiana wurden Ermittlungen eingeleitet. Ähnliche Fälle von Polizeigewalt gegen Schwarze hatten in den vergangenen Jahren in den USA wiederholt für Empörung und Aufruhr vor allem in der afroamerikanischen Bevölkerung gesorgt.

AFP

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Wie geht's weiter in Italien?

Nach der herben Niederlage des italienischen Regierungschefs gibt es einen vorläufigen Fahrplan. Der gilt aber nur für wenige Wochen oder sogar Tage. Der Aufschub von …
Wie geht's weiter in Italien?

Wo steht Deutschland im Schüler-Ranking?

Weltweit testet die OECD alle drei Jahre Schüler in Mathematik, Naturwissenschaften und Lesekompetenz. Neue PISA-Zeugnisse kommen am Nikolaustag auf den Tisch. Hat …
Wo steht Deutschland im Schüler-Ranking?

Amnesty: Halbe Million Menschen in Südosttürkei vertrieben

Vertrieben, enteignet und wenig Hoffnung auf Rückkehr - Hunderttausende Menschen wurden durch Kämpfe zwischen der PKK und Sicherheitskräften in der Südosttürkei …
Amnesty: Halbe Million Menschen in Südosttürkei vertrieben

Chinas Staatsmedien kritisieren Trump als "diplomatischen Anfänger"

Peking - Dass Donald Trump nicht der beste Freund der Chinesen wird, war von Anfang an klar. Doch jetzt wird deutlich, dass es schon bald zu einer Krise zwischen den USA …
Chinas Staatsmedien kritisieren Trump als "diplomatischen Anfänger"

Kommentare