Laut Medienbericht

Bereits acht deutsche IS-Selbstmordattentäter?

Berlin - In Syrien und dem Irak haben sich einem Medienbericht zufolge bereits mindestens acht Selbstmordattentäter aus Deutschland für die Dschihadistenorganisation Islamischer Staat (IS) in die Luft gesprengt.

Ein Selbstmordattentat am Sonntag im irakischen Kara Tapah sei der achte Vorfall, der einem deutschen IS-Kämpfer zugerechnet werde, berichtete der "Tagesspiegel" unter Berufung auf Sicherheitskreise am Mittwoch vorab. Der Anschlag mit mindestens 25 Toten sei von einem Deutschen mit dem Kampfnamen Abu Sara al-Almani verübt worden.

Von den acht Selbstmordattentätern stammen dem Bericht zufolge drei aus Nordrhein-Westfalen sowie einer aus Hessen. Demnach war Robert B. aus Solingen der erste Deutsche, der sich im Januar für die IS-Kämpfer in die Luft sprengte. Der 26-Jährige habe den Kampfnamen Uthman al-Almani getragen. Al-Amani ist Arabisch für "der Deutsche".

Ein Anschlag im irakischen Ramadi im Mai könne dem aus Frankfurt am Main stammenden Raschid B. zugeordnet werden, berichtete der "Tagesspiegel" weiter. Der 27-jährige Deutschmarrokaner trug demnach den Kampfnamen Abu Ajub al-Maghribi.

Weitere Anschläge wurden einem Deutschtunesier mit dem Alias Abu Hafs al-Tunesi und Ahmet C. aus Ennepetal zugeschrieben. Unter dem Kampfnamen Abu Kakar al-Almani soll Ahmet C. 50 Menschen mit in den Tod gerissen haben. Aus Nordrhein-Westfalen kam der Zeitung zufolge auch Philip B., Kampfname Abu Usama al-Almani. Der Konvertit aus Dinslaken habe im Nordirak mindestens 20 Menschen getötet, als er sich in die Luft jagte.

Der radikalsunnitische IS eroberte seit Juni weite Gebiete im Nordirak und im Bürgerkriegsland Syrien, derzeit toben heftige Kämpfe um die nordsyrische Kurdenstadt Kobane. Der IS erhält Zulauf von tausenden Freiwilligen aus aller Welt, darunter laut Sicherheitsbehörden auch mehrere hundert Deutsche.

AFP

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Fidel Castros Urne wird beigesetzt

Santiago de Cuba (dpa) - Zum Abschluss der neuntägigen Staatstrauer in Kuba wird heute die Urne mit der Asche des im Alter von 90 Jahren gestorbenen früheren Staatschefs …
Fidel Castros Urne wird beigesetzt

Zehntausende empfangen Castros Urne in Santiago de Cuba

Nach einer Reise von rund 1000 Kilometern quer über die ganze Karibikinsel kommen die sterblichen Überreste des kubanischen Revolutionsführers an ihrem Bestimmungsort …
Zehntausende empfangen Castros Urne in Santiago de Cuba

Prominente rufen zu Demonstration gegen Krieg in Aleppo auf

Berlin (dpa) - Eine Gruppe Prominenter ruft zu einer Demonstration in Berlin gegen den Krieg in Syrien und das russische Bombardement Aleppos auf. Man wolle "wenigstens …
Prominente rufen zu Demonstration gegen Krieg in Aleppo auf

Berliner Grüne sagen Ja zum Koalitionsvertrag

In wenigen Tagen soll Rot-Rot-Grün loslegen in Berlin. Zuvor befindet die Basis über das Regierungsprogramm. Die Grünen machen den Anfang - und deutlich: "Wir wollen …
Berliner Grüne sagen Ja zum Koalitionsvertrag

Kommentare