+
Pressemappen des BND. Foto: Rainer Jensen/Illustration

Telefonate und SMS

Bericht: BND speichert täglich Millionen Telefondaten

Berlin - Der deutsche Bundesnachrichtendienst (BND) sammelt einem Medienbericht zufolge weit größere Mengen an Telefondaten als bisher angenommen.

Der Auslandsgeheimdienst greife jeden Tag 220 Millionen Metadaten über Telefonate und SMS ab, berichtete "Zeit Online". Das Portal beruft sich dabei auf "geheime Akten des BND". Ein Prozent der Metadaten, also gut zwei Millionen Datensätze, werde dauerhaft gespeichert.

Metadaten geben Auskunft darüber, wer wann mit wem kommuniziert hat und wo sich die Personen dabei aufgehalten haben. Aber selbst wenn kein Telefonat geführt oder eine SMS geschickt wird, können eine Vielzahl solcher Informationen anfallen, weil auch die Funkzelle registriert wird, in die sich ein Mobiltelefon eingebucht hat. Geheimdienste analysieren diese Daten, um beispielsweise die Beziehungen innerhalb einer Gruppe erkennen.

Die Daten stammten aus "ausländischen Wählverkehren", schreibt "Zeit Online", "also aus Telefonaten und SMS, die über Mobilfunk und Satelliten geführt und verschickt wurden". Sie stammten aus aller Welt. "Woher der BND die Daten genau bezieht, ist noch unklar", so die Nachrichtenseite. Die zwei Millionen Daten pro Tag, die für eine langfristige Analyse aufgehoben werden, würden zehn Jahre lang gespeichert.

Bericht von Zeit Online

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Nach Gabriel wendet sich auch Paris vom Handelspakt TTIP ab

Paris/Berlin -TTIP-Abgesang nun auch an der Seine: Die französische Regierung sieht keine Chance mehr auf eine rasche Einigung. Das Reizthema dürfte auch bei der …
Nach Gabriel wendet sich auch Paris vom Handelspakt TTIP ab

Sprecher des Islamischen Staates in Nordsyrien getötet

Istanbul - Die IS-Terrormiliz hat in diesem Jahr viele Niederlagen erlitten. Zugleich wurden mehrere ihrer höchsten Anführer getötet. Jetzt kommt der durch …
Sprecher des Islamischen Staates in Nordsyrien getötet

Merkel über Flüchtlingspolitik: "Haben das Problem zu lange ignoriert"

Berlin - Bundeskanzlerin Angela Merkel gesteht ein Jahr nach der Öffnung der Grenzen Fehler in der Flüchtlingspolitik der Vergangenheit ein. Was die Kanzlerin zu sagen …
Merkel über Flüchtlingspolitik: "Haben das Problem zu lange ignoriert"

Wirtschaftsminister Macron tritt zurück - Präsidentschaftskandidatur?

Paris - Er gilt als smarter Blitzaufsteiger der französischen Politik. Seit Monaten wird in Paris gerätselt, ob Emmanuel Macron nach dem höchsten Amt im Staate greifen …
Wirtschaftsminister Macron tritt zurück - Präsidentschaftskandidatur?

Kommentare