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Bundeswehr-Waffen auf dem Schwarzmarkt im Nordirak: ARD-Reporter Amir Musawy auf einem Waffenmarkt bei Erbil im Nordirak mit einem G3-Gewehr.

TV-Bericht:

Bundeswehr-Waffen landen im Nordirak auf Schwarzmarkt

Kirkuk - Sturmgewehre und Pistolen aus Bundeswehrbeständen werden offenbar von kurdischen Peschmerga-Kämpfern im Nordirak weiterverkauft. Reporter von NDR und WDR fanden die Waffen auf dem Schwarzmarkt.

In nordirakischen Städten hätten Reporter von NDR und WDR mehrere Sturmgewehre des Typs G3 und eine Pistole des Typs P1 mit der eingravierten Abkürzung "Bw" für Bundeswehr gefunden, wie die Sender am Donnerstag berichteten.

Die Waffen stammten offenbar aus jenen Beständen, welche die Bundesregierung an die kurdische Autonomieregierung im Nordirak geliefert habe. Sie sollen eigentlich im Kampf gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) eingesetzt werden.

Den Recherchen der Sender zufolge verkauften Peschmerga-Kämpfer ihre Dienstwaffen, weil sie wegen der angespannten wirtschaftlichen Lage im Land seit Monaten keinen Sold erhalten hätten.

Der Gouverneur der Provinz von Kirkuk, Nadschmeddin Karim, sagte den Sendern, die kurdische Regierung sei mangels finanzieller Mittel nicht in der Lage, Staatsbedienstete - darunter auch die Peschmerga-Kämpfer - regelmäßig zu bezahlen.

Das Bundesverteidigungsministerium erklärte dem Bericht zufolge auf Anfrage von NDR und WDR, die Regierung der Region Kurdistan-Irak stehe in der Verantwortung. Sie habe sich zu einer "korrekten Nachweisführung der übergebenen Waffen verpflichtet" sowie dazu, das gelieferte Material im Einklang mit dem Völkerrecht einzusetzen. Eine Nachverfolgung einzelner Waffen durch deutsche Kräfte sei weder beabsichtigt noch möglich.

AFP

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