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AfD-Gründer Bernd Lucke auf dem Parteitag in Bremen.

Bundesparteitag der AfD

Bernd Lucke: Ich bin Alexis Tsipras dankbar

Bremen - Von den Finanzministern der Euro-Zone muss der linke griechische Regierungschef Alexis Tsipras viel Kritik einstecken - Lob kommt jetzt aus der AfD. Tsipras erscheine zwar vielen als „sozialistischer Rabauke“,

Das sagte der Vorsitzende Bernd Lucke am Sonntag beim Bundesparteitag der AfD in Bremen. Er persönlich sei dem neuen Regierungschef aber „sehr dankbar dafür, dass er mal aufgestanden ist und diesen Leuten in der Eurozone gezeigt hat, dass es so einfach nicht geht“, betonte Lucke.

Die Parteimitglieder applaudierten, als er forderte, dass „kein weiterer Euro nach Griechenland fließen soll“. Gleichzeitig müsse man verstehen, dass die bisher gewährten Kredite größtenteils verloren seien, stellte der Co-Vorsitzende fest. Notwendig seien nun ein Schuldenschnitt und ein Austritt Griechenlands aus der Währungsunion.

Parteitag endet mit Appell gegen Extremismus

Der Bundesparteitag der Alternative für Deutschland (AfD) ist mit einem Appell des Co-Vorsitzenden Bernd Lucke an die Mitglieder gegen Extremismus, Fremden- und Islamfeindlichkeit zu Ende gegangen. Bestimmte Grenzen in der Partei dürften nicht überschritten werden, sagte Lucke nach Satzungsberatungen am Sonntag in Bremen. Es müsse gegenseitigen Respekt geben. „Ich will offen sagen, dass ich ihn auch beanspruchen werde, denn Sie wissen, dass ich in manchen Fragen anders ticke, als viele andere von Ihnen im Raum.“ So könne es sein, dass er als Europaabgeordneter Entscheidungen fälle, die nicht jedem in der AfD gefallen.

dpa

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