Neue Regelung sorgt für Ärger

EU: Bürger dürfen weiterhin selbstgehäkelte Topflappen benutzen

Brüssel - Eine neue Verordnung zur persönlichen Schutzausrüstung sorgte für große Verwirrung an den heimischen Öfen. Die Europäische Kommission sieht sich zu einer Klarstellung genötigt.

Der selbstgehäkelte Topflappen hat eine Zukunft - zu dieser Klarstellung sah sich die Europäische Kommission am Mittwoch genötigt. Hintergrund sind kritische Medienberichte über eine Neuregelung sogenannter persönlicher Schutzausrüstung, zu der auch Ofen- und Grillhandschuhe zählen.

Tatsächlich sei dazu Anfang 2014 eine Verordnung von der EU-Kommission vorgeschlagen und dann auch vom Europaparlament und dem Ministerrat gebilligt worden. Demnach müssen kommerziell vermarktete Back- und Grillhandschuhe für die private Nutzung in der Küche oder auf der Terrasse nun denselben Standard erfüllen wie Profihandschuhe für das Gastrogewerbe.

Der selbstgehäkelte Topflappen vom Weihnachtsbasar sei aber nicht in Gefahr, versicherte die Kommission. „Das sind Dekoartikel, die nicht als persönliche Schutzausrüstung gelten. Nur wenn ein Hersteller sein Produkt mit dem Hinweis vermarktet, es schütze die Hände vor Verbrennungen, dann muss es auch stimmen.“

Die Neuregelung kam nach Darstellung der Kommission auf Bitten der meisten Mitgliedstaaten zustande und hatte einen ernsten Hintergrund, „eine Reihe von schlimmen und auch tödlichen Unfällen bei der Arbeit oder in der Freizeit“. An heißen Öfen oder Grills könne man sich eben böse verbrennen, egal ob als Koch in einem Restaurant oder in der Freizeit. Kein Hersteller habe Einwände erhoben.

Das ändert sich bald für Computer, Möbel und Schuhe

Hersteller von Computern, Möbeln und Schuhen in Europa müssen für eine Einstufung ihrer Produkte als umweltfreundlich künftig strengere Auflagen erfüllen. Neben umweltfreundlicher Fertigung sind für das sogenannte Ecolabel nun etwa auch striktere Vorgaben bei den Arbeitsbedingungen einzuhalten, wie die EU-Kommission am Mittwoch mitteilte.

Das europäische Ecolabel wird generell an Produkte und Dienstleistungen vergeben, die geringere Umweltauswirkungen haben als vergleichbare Produkte. Die Kennzeichnung gibt es unter anderem auch für Reinigungsmittel, Farben und Lacke sowie für Campingplätze.

dpa

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