Buergerschaftswahl-Hamburg-Plakate-dpa
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Die Bildkombo zeigt Großplakate der Parteien (v.l.) SPD, FDP und CDU.

Kandidaten, Prognosen, Daten & Fakten

Wahl 2015 in Hamburg: Das müssen Sie wissen

Hamburg - Am 15. Februar 2015 sind in Hamburg rund 1,3 Millionen Menschen zur Landtagswahl aufgerufen. Hier finden Sie einen Überblick über die Kandidaten, die Prognosen zur Wahl.

Endspurt für Parteien und Kandidaten:Am 15. Februar findet die Bürgerschaftswahl in Hamburg statt. Wir halten Sie über Entwicklungen, Hintergründe, Ergebnisse und Reaktionen zur Wahl in Hamburg auf dem Laufenden.

Rund 1,3 Millionen Menschen sind bei der Wahl 2015 in Hamburg aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Das Bundesland ist in 17 Wahlkreise unterteilt, aus denen sich 397 Kandidaten um eines der 121 regulären Mandate bewerben. Bei der Bürgerschaftswahl  treten 13 Parteien und Wählervereinigungen an. Die Wahllokale sind am Sonntag von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Wer am Wahltag nicht die Möglichkeit hat, seinen Wahlzettel an der Urne persönlich abzugeben, der kann per Briefwahl wählen.

Jeder Wähler hat zehn Stimmen, je fünf für die Landes- und für die Wahlkreisliste. Die Ergebnisse der Landeslisten geben Auskunft über die Sitzverteilung. Sie werden noch am Wahlabend ausgezählt. Über die Wahlkreislisten werden die Direktkandidaten bestimmt. Diese Listen werden erst am Montag ausgezählt.

Bei der letzten Bürgerschaftswahl im Jahr 2011 fiel die Sitzverteilung folgendermaßen aus: SPD 62 Sitze, CDU 28 Sitze, Grüne 14 Sitze, FDP 9 Sitze und Linke 8 Sitze.

Das ist neu bei der Bürgerschaftswahl 2015 in Hamburg:

  • Erstmals wird das Parlament für eine Wahlperiode von fünf Jahren - statt bisher vier Jahren - bestimmt
  • Erstmals dürfen auch 16- und 17-jährige Hamburger ihre Stimme abgeben

Top-Themen im Wahlkampf sind einem Bericht des Hamburger Nachrichtenmagazins "Spiegel" zufolge unter anderem die Situation der Flüchtlinge, Bildungspolitik, die Olympia-Bewerbung und die die Elbphilharmonie.

Bürgerschaftswahl in Hamburg: Die aussichtsreichsten Parteien im Überblick

Partei Spitzenkandidat/in Mitgliederzahl der Partei
SPD Olaf Scholz 11.000
CDU Dietrich Wersich 8.000
Bündnis 90/Die Grünen Jens Kerstan/Katharina Fegebank 1.600
Die Linke Dora Heyenn 1.304
FDP Katja Suding 1.150
AfD Jörn Kruse 550

Aktuellen Umfragen zufolge ist vor der Wahl 2015 in Hamburg keine Wechselstimmung zu erkennen. Das jüngste ZDF-Politbarometer (6. Februar) hatte ergeben, dass 45 Prozent ihre Stimme der SPD geben würden - wenn denn am vergangenen Wochenende Bürgerschaftswahl gewesen wäre. 19 Prozent votierten für die CDU, 11 Prozent für die Grünen, 9,5 Prozent für die Linke, 6,0 Prozent für die FDP und 5,0 Prozent für die AfD. Andere Parteien kamen insgesamt auf 4,5 Prozent.

Wahlberechtigte, die noch unentschieden sind, können mit Hilfe eines Wahl-O-Mats die Standpunkte der 13 in Hamburg zur Wahl stehenden Parteien und Wählervereinigungen vergleichen.

Wahl 2015 in Hamburg: Die Spitzenkandidaten von SPD und CDU im Kurzporträt

Seit der Bürgerschaftswahl im Jahr 2011 ist Olaf Scholz (SPD) Erster Bürgermeister von Hamburg. Bei der anstehenden Wahl am 15. Februar 2015 hat er Umfragen zufolge beste Chancen wiedergewählt zu werden. Bevor Scholz in Hamburgs Rathaus zog war er seit 1998 nahezu durchgehend Mitglied im Deutschen Bundestag und unter Kanzler Gerhard Schröder (SPD) war er von 2007 bis 2009 Bundesminister für Arbeit und Soziales. Nach Schröders Rücktritt 2009 trat Schulz von seinem Ministerposten ebenfalls zurück. Scholz ist zwar gebürtiger Niedersachse, wuchs aber in Hamburg auf, ging dort zur Schule und arbeitet seit 1985 als Rechtsanwalt in Hamburg. Der 54-Jährige ist mit der Politikerin Britta Ernst (SPD) verheiratet. Ernst ist Ministerin für Schule und berufliche Bildung in Schleswig-Holstein.

Nach dem Wahldesaster der CDU bei der vergangenen Bürgerschaftswahl in Hamburg vor vier Jahren - die Christdemokraten bekamen damals lediglich 28 der 121 Sitze - zog Dietrich Wersich als Oppositionsführer ins das Hamburger Parlament ein. Bei der anstehenden Wahl am 15. Februar 2015 tritt der 40-Jährige als Herausforderer von Olaf Scholz (SPD) an. Von 1997 bis 2004 sowie seit 2011 war er Abgeordneter der Hamburgischen Bürgerschaft. Von November 2010 bis März 2011 konnte Wersich unter dem damaligen Ersten Bürgermeister Christoph Ahlhaus (CDU) Erfahrung als Zweiter Bürgermeister Hamburgs sammeln. Wersich ist gebürtiger Hamburger, ging in der Hansestadt zur Schule und studierte dort Medizin. Von 1999 bis 2002 arbeitete Wersich als Arzt. Wersich lebt mit seinem Lebenspartner zusammen.

Informationen zu weiteren Kandidaten haben wir bereits zusammengestellt.

Weitere Informationen rund um die Bürgerschaftswahl in Hamburg gibt es im Internet bei der Hamburgischen Bürgerschaft oder auf der Website von Hamburg.

wes

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