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Ziemlich beste Nicht-Freunde: Kanzlerin Angela Merkel und der türkische Staatspräsident Reccep Tayyip Erdogan.

Forderung an die Bundesregierung

Bundestags-Vize: Merkel muss gegenüber Erdogan "deutlicher" werden

München - Die Bundesregierung verhält sich für den Bundestags-Vizepräsidenten Singhammer gegenüber der Türkei zu passiv. Nun fordert er entschlosseneres Handeln.

Nach den Angriffen des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan auf deutsch-türkische Parlamentarier hat Bundestags-Vizepräsident Johannes Singhammer (CSU) die Bundesregierung zu einer entschlosseneren Reaktion gegenüber Erdogan aufgefordert. Er denke, „dass die Bundesregierung deutlicher werden muss“, sagte Singhammer dem Münchner Merkur. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Äußerungen Erdogans bisher lediglich als „nicht nachvollziehbar“ kritisiert.

Zudem hat Singhammer im Gespräch mit der Zeitung auch den Moschee-Dachverband Ditib aufgerufen, sich von den Äußerungen Erdogans zu distanzieren. „Es ist dringend nötig, dass sich Ditib klar äußert und diesen Einschüchterungsversuch zurückweist“, sagte Singhammer dem Münchner Merkur. Vor allem aus den Reihen der Grünen-Bundestagsfraktion gab es am Mittwoch ähnliche Forderungen.

Erdogan hatte - nachdem der Bundestag für die Armenien-Resolution gestimmt hatte - Parlamentarier mit türkischen Wurzeln in die Nähe von Terroristen gerückt. Mit Blutproben sollten sie ihre Abstammung beweisen.

mm

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